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Der Völkermord-Prozess gegen den ehemaligen Führer der bosnischen Serben ist am Montag ohne den Angeklagten eröffnet worden. Wie zuvor angekündigt weigerte sich Radovan Karadzic, vor dem UN-Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag zu erscheinen und blieb in seiner Zelle des Untersuchungsgefängnisses.
Der Völkermord-Prozess gegen den serbischen General Ratko Mladic ist am Donnerstag vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag fortgesetzt worden.
Der internationale Strafgerichtshof für Ruanda hat erstmals einen des Völkermords Verdächtigen an ein normales Gericht in seiner Heimat überstellt.
Der Völkermord-Prozess gegen den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic beginnt nach mehreren Verzögerungen am 26. Oktober. Die endgültige Festsetzung eines Datums erfolge «im Interesse von Gerechtigkeit und Klarheit», erklärte der Vorsitzende Richter O-Gon Kwon.
Radovan Karadzic soll direkt und persönlich für den Tod Tausender Menschen im Bosnien-Krieg verantwortlich gewesen sein. So sieht es der Staatsanwalt im Völkermord-Prozess gegen den bosnischen Serbenführer. Der Angeklagte selbst setzte seinen Boykott auch am zweiten Prozesstag fort - was für ihn weitreichende Folgen haben könnte.
Bis zu eine Million Menschen sind bei Massakern in Ruanda ums Leben gekommen. Einer der schlimmsten Täter soll der heute in Deutschland lebende Flüchtling Onesphore R. gewesen sein. Jetzt steht er in Frankfurt vor Gericht.
Der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Ex-Serbenführer Radovan Karadzic war kurz: Der mutmaßliche Kriegsverbrecher war nicht erschienen und das Gericht in Den Haag vertagte das Verfahren bereits nach wenigen Minuten. Richter O-Gon Kwon hofft jetzt, dass Karadzic am Dienstag zur Anklageverlesung erscheint.
Manche halten Radovan Karadzic für geltungssüchtig, selbstverliebt und auch ein wenig verrückt. Aber nicht doch, sagt sein Rechtsberater, der US-Anwalt Peter Robinson. «Freundlich und sympathisch» sei der einstige Führer der bosnischen Serben. «Er hat Humor, ist schlau und hat Interessantes zu sagen.»
Es gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Beim Massaker von Srebrenica im Juli 1995 wurden 8000 Menschen ermordet. "Um Tausende" zu hoch sei diese Zahl, versucht der Angeklagte Radovan Karadzic die Greueltaten zu relativieren. Das UN-Kriegsverbrechertribunal lässt sich davon nicht beirren.
Ein Gericht in Bagdad hat den als "Chemie-Ali" bekannten Cousin von Ex-Staatschefs Saddam Hussein am Sonntag zum Tod verurteilt. 180.000 Menschen kamen 1988 ums Leben, als er und weitere Minister den Giftgasanschlag auf Kurden angeordnet hatte.
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