Startseite

64 Prozent für islamische Verfassung

Nun ist es offiziell: Die ägyptische Verfassung wurde mit fast 64 Prozent von den Wählern angenommen. Die Wahlbeteiligung ließ allerdings zu wünschen übrig.

  Ein Ägypter kurz nach seiner Stimmabgabe. 64 Prozent der Wähler stimmten für eine islamische Verfassung.

Ein Ägypter kurz nach seiner Stimmabgabe. 64 Prozent der Wähler stimmten für eine islamische Verfassung.

Die umstrittene ägyptische Verfassung ist nach offiziellen Angaben mit 63,8 Prozent angenommen worden. Allerdings lag die Beteiligung an dem Referendum bei nur 32,9 Prozent, wie die Wahlkommission am Dienstagabend in Kairo bekanntgab. Die Opposition kündigte an, ihren Kampf gegen die von den Islamisten durchgeboxte Verfassung fortzusetzen.

Mit einer derart niedrigen Wahlbeteiligung hatten die Muslimbrüder, aus deren Reihen auch Präsident Mohamed Mursi kommt, nicht gerechnet. Anfang des Monats hatte ein führendes Mitglied noch verkündet, jede Beteiligung unter 70 Prozent wäre "nicht gut".

Regierungschef Hischam Kandil erklärte nach dem Referendum, es gebe weder Sieger noch Verlierer, "die Verfassung ist für uns alle da". Gleichzeitig rief er alle politischen Kräfte zum Dialog auf, um nun gemeinsam an einer Gesundung der angeschlagenen Wirtschaft zu arbeiten.

Das größte Oppositionsbündnis meldete zahlreiche Regelverstöße und Fälle von Betrug während der beiden Abstimmungsrunden am 15. und 22. Dezember. Es bekräftigte, das Ergebnis anfechten zu wollen. Gleichzeitig aber bezeichnete es den Streit um die Verfassung als nur eine "Schlacht" im Kampf für mehr Demokratie in Ägypten. Bereits im Februar stehen Parlamentswahlen an - das letzte Unterhaus war im Juni vom Verfassungsgericht aufgelöst worden.

Die Verfassung ist äußerst umstritten

Die Verfassung ist zwischen den regierenden Islamisten und laizistischen Kräften äußerst umstritten. Die Opposition bemängelt, dass die vagen Formulierungen die Bürgerrechte nicht ausreichend garantierten und einer weiteren Islamisierung den Weg bereiteten. Der im Schnellverfahren von der von Muslimbrüdern und Salafisten dominierten Verfassungsgebenden Versammlung abgesegnete Text soll die alte Verfassung aus der Ära Husni Mubaraks ersetzen. Er bezeichnet unter anderem die "Prinzipien der Scharia" als die "wichtigste Quelle der Gesetzgebung". Der Streit über den Text hatte für teils gewalttätige Ausschreitungen gesorgt.

Angesichts der niedrigen Beteiligung an dem Referendum forderten die USA Präsident Mursi auf, die Differenzen in seinem Land zu überbrücken. "Die Zukunft der ägyptischen Demokratie hängt von einem breiteren Konsens über die neuen demokratischen Regeln und Institutionen ab", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, in Washington. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, Mursi müsse das Vertrauen in die Demokratie wiederherstellen. Sie rief alle Seiten auf, sich an dem Dialog zu beteiligen.

Weiteres Kabinettsmitglied kündigt Rücktritt an

Unterdessen kündigte mit Kommunikationsminister Hani Mahmud ein weiteres Kabinettsmitglied seinen Rücktritt an. Er habe bereits vor über einem Monat sein Amt niederlegen wollen, weil er sich nicht an die "Kultur der Regierungsarbeit" habe gewöhnen können, teilte Mahmud über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zu dem Zeitpunkt hatte sich Präsident Mursi umfassende Sondervollmachten gegeben. Nach tagelangen Massenprotesten nahm Mursi das Dekret zwar wieder zurück, doch die von ihm ausgelöste Krise spaltet bis heute das Land.

Am Samstag hatte Vizepräsident Mahmud Mekki, ein angesehener Richter, sein Amt niedergelegt. Widersprüchliche Angaben gab es zudem über einen Rücktritt von Zentralbankgouverneur Faruk el Okda.

Angesichts der anhaltenden "politischen und sozialen" Spannungen hatte die Ratingagentur Standard & Poor's am Montag die Kreditwürdigkeit Ägyptens um eine Stufe von "B" auf "B-" gesenkt. Auch den Ausblick bewertet Standard & Poor's negativ.

ds/AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools