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5. Dezember 2009, 09:54 Uhr

Obama erhöht Chance auf Durchbruch in Kopenhagen

US-Präsident Barack Obama nimmt nun doch an der entscheidenden Schlussphase der Kopenhagener Weltklimakonferenz teil. Er erhöht so die Chance auf einen Durchbruch. Obama reagierte damit auf die Ankündigungen zweier Länder zu konkreten Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel.

Obama, Kopenhagen, Klimagipfel

Änderte überraschend seine Pläne und reist nun zum Abschlussgipfel in Kopenhagen: US-Präsident Barack Obama© Jim Young/Reuters

Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, zum Abschluss des Klimagipfels nach Kopenhagen zu reisen, hat neue Hoffnungen auf ein Abkommen geweckt. Obama sei optimistisch, dass es beim Klimagipfel zu einem Durchbruch kommen könnte. Daher werde er nicht wie ursprünglich geplant zur Eröffnungsphase am 9. Dezember nach Kopenhagen reisen, sondern zu den entscheidenden Abschlussverhandlungen am 18. Dezember, erklärte Obamas Sprecher Robert Gibbs am Freitag. In dieser Endphase der Konferenz sei seine Anwesenheit hilfreicher. In Kopenhagen wurde die Ankündigung mit Begeisterung aufgenommen.

Obamas Mitarbeiter hatten in den vergangenen Wochen immer wieder erklärt, der Präsident werde nur zum Abschlusstreffen nach Kopenhagen reisen, wenn es die Hoffnung gebe, dass er damit etwas erreichen könne. Es gebe Fortschritte in Richtung auf ein Abkommen, "das alle Themen, die derzeit verhandelt werden, umfasst", teilte das Weiße Haus nun mit. Obama habe wegen der Klimakonferenz in dieser Woche mit mehreren europäischen politischen Führern gesprochen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hieß es weiter.

Anzeichen für einen Konsens

Obama gründe seine Zuversicht unter anderem auf China und Indien, die kürzlich erstmals konkrete Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgase genannt hatten. Außerdem gebe es Anzeichen für einen Konsens, vom Jahr 2012 an rund zehn Milliarden Dollar jährlich aufzubringen, um Entwicklungsländern bei der Reduzierung der Klimakiller zu helfen. Die USA wollten dabei einen angemessenen Anteil zahlen, zitierte die "Washington Post" Gibbs am Samstag weiter.

Selbst konservative Kritiker erklärten nach Angaben der "Washington Post", dass Obamas Entscheidung vieles verändere. Kenneth Green vom konservativen Enterprise-Institut sagte, dies lasse ahnen, dass ein Abkommen bereits geschnürt sei und Obama darauf hoffe, sich in dem Erfolg sonnen zu können.

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen sagte zu Obamas neuen Plänen, er sei "aufrichtig erfreut". Dass Obama jetzt zusammen mit mehr als hundert Staats- und Regierungschefs teilnehme, zeige "den zunehmenden politischen Willen für ein ehrgeiziges Klimaabkommen in Kopenhagen". Obama war international heftig kritisiert worden, weil er lange sein politisches Gewicht nicht in die entscheidende Verhandlungsphase einbringen wollte. Die USA haben weltweit die höchsten CO2-Emissionen und wollen sich im Vergleich zu den EU-Ländern auf wesentlich geringeren Verminderungen festlegen.

Welt steuert auf katastrophale Erwärmung zu

Inwieweit ein Klimaabkommen, die globale Erwärmung wirklich stoppen kann, ist fraglich. Auch mit den aktuellen Klimaschutzzielen der einzelnen Länder steuert die Welt nach Ansicht von Experten auf eine katastrophale Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Dieses Ergebnis liefert eine Analyse des in Deutschland entwickelten "Climate Action Trackers". Die Pläne der Industrie- und Schwellenländer reichten nicht aus, um die Erwärmung wie gefordert auf 2 Grad zu begrenzen, teilten die Entwickler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und von der Kölner Klimaberatungsfirma Ecofys am Freitag mit.

Der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, mahnte mehr Mittel für die ärmeren Länder an. "Wer von den Entwicklungsländern Emissionsminderungen verlangt, der muss auch dafür sorgen, dass die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen", sagte Steiner der "Berliner Zeitung". Noch könne der Weltklimagipfel in Kopenhagen an dieser Frage scheitern, sagte er mit Blick auf die bislang zögerlichen Zusagen der Industrienationen. "Das ist einer der möglichen Krisenpunkte des Gipfels", warnte Steiner.

DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
ramteid (06.12.2009, 13:02 Uhr)
Er sollte lieber nicht teilnehmen
Er ist ja eine sehr sympathische Erscheinung und sollte sich zu dieser sinnlosen Veranstaltung nicht vor die Karre der Klimalüge einspsannen lassen.
Wenn dieser ganze Schwindel auffliegt, dann ist er der Dumme. Es kann doch lieber seinen Klimaexperten Al Gore schicken, der hat sich schon blamiert.
facilidad_de_ser (05.12.2009, 14:30 Uhr)
Australiens Senat lehnt Klimagesetz ab
Der australische Senat hat am Donnerstag das Klimaänderungsgesetz der Regierung abgelehnt. Die Senatoren stimmten mit 41 zu 33 gegen das Gesetz, welches auch Pläne für den Emissionsrechtehandel beinhaltet, ähnlich wie bereits in der EU angewendet wird.
PreachTheGospel (05.12.2009, 13:21 Uhr)
Obama, hilf uns!
Obama, hilf uns!
Inko-Gnito (05.12.2009, 12:41 Uhr)
Obama bewegt gar nichts mehr...
...weder beim Klimagipfel noch bei der
Bewältigung der Finanzkrise.
Er ist eine Enttäuschung auf ganzer Linie.
2xes (05.12.2009, 11:51 Uhr)
Emmissionsrechtehandel
In der Praxis kann es so aussehen, ein Industriebetrieb in Deutschland kauft Zertifikate von jemand aus einem III. Weltland, wo die dortige Regierung viel höhere Limite festgelegt hat. Das heisst konkret bringt dieser CO2-Handel gar nichts für die Umwelt, denn das CO2 geht so oder so in die Atmosphäre, die Frage ist dann nur noch wo auf der Welt.
2xes (05.12.2009, 11:50 Uhr)
Kampf gegen den Terrorismus
Kampf gegen die Schweinegrippe
Kampf gegen den Klimawandel

Medien publizierte Angst/ Geld -macherei auf hohem Niveau.


facilidad_de_ser (05.12.2009, 11:03 Uhr)
Obama...
...erhöht die Chance...da muss ich dann eigentlich gar nicht mehr weiterlesen, vermutlich handelt es sich um irgendeine Form von scam, den eigentlich keiner will, weil es nicht den Tatsachen entspricht, aber wenn es Obama, der Mesias, so will, dann wird das eben so gemacht, notfalls auch gegen das Einverständnis der Bürger dieses Staates, denn die Zeiten der Demokratie sind bekanntlich schon lange vorbei in diesem unserem Lande.

Schönes Wochenende!
pankratius (05.12.2009, 10:52 Uhr)
Sahnt die Klimaindustrie nur ab ?
Die Erderwärmung dürfte tatsächlich stattfinden. Das war aber schon früher so, denn nicht nur Ötzi lag unter einem Gletscher, sondern auch Hannibal hätte die Alpen nicht mit seinen Hunderten von Elephanten überquert, wenn sie nicht grossenteils eisfrei gewesen wären.

Die grosse Frage ist doch: Stimmt die Klamotte mit der vom Menschen beeinflussbaren Menge sog. Treibhausgases oder verdienen hier die Klimaindustriellen Milliarden um Milliarden, indem sie den Leuten Angst machen ?

Letzteres ist hochwahrscheinlich. Ein Blick in eine andere Branche, die Pharmaindustrie, zeigt, dass mit Angst-machen ein Riesengeschäft gemacht werden kann - ein weit grösseres als mit seriöser Tätigkeit. Bis vor 10 Jahren hat man Hunderte von Millionen Frauen nach der Menopause mit Hormonen behandelt, angeblich, um ihr Leben zu verlängern. Frauen, die Hormone nicht einnehmen wollten, wurden verängstigt. Milliarden wurden mit dieser Angstkampagne verdient. Als das Ding zusammenbrach, weil man das Leben der Frauen verkürzt hatte, trieb man schnell eine neue Sau durch's Dorf und die Sache war ebenso schnell vergessen.

Die Klimaklamotte mit ihren wissenschaftlichen Fälschungen und gigantischen Umsätzen ist hochverdächtig auf den selben Mechanismus.
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