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19. Januar 2009, 08:34 Uhr

Obama bremst, die Menge jubelt

Erst inszeniert sich Barack Obama mit der historischen Zugfahrt Abraham Lincolns von Philadelphia nach Washington erneut selbst, dann tritt er auf die Euphorie-Bremse. Es werde Fehlstarts und Rückschläge geben, kündigte der künftige US-Präsident an. Die Menge jubelte dennoch.

Obama, Amtseinführung, Inauguration, Barack Obama

Sieht sich in der Tradition der großen US-Demokraten: Barack Obama vor dem Lincoln-Memorial in Washington© Dennis Brack/DPA

Der designierte US-Präsident Barack Obama hat die Menschen in den USA am Sonntag auf einem Konzert zu seiner Amtseinführung noch einmal an die vor ihm liegenden großen Herausforderungen erinnert. Gleichzeitig verbreitete er Zuversicht: "Alles ist in Amerika möglich", erklärte Obama vor zehntausenden Zuhörern.

"Trotz der riesigen Herausforderung, die vor uns liegt, stehe ich hier zuversichtlicher denn je, dass die Vereinten Staaten von Amerika dies überstehen werden - dass sie sich durchsetzen werden, dass der Traum unserer Gründer in unserer Zeit fortlebt", sagte Obama zum Abschluss des Konzertes am Lincoln-Denkmal. "Unsere Nation befindet sich im Krieg. Unsere Wirtschaft ist in der Krise. Millionen Amerikaner verlieren ihre Arbeitsplätze und ihre Häuser." Keine dieser Herausforderungen sei einfach zu meistern, sagte Obama. Es werde länger als einen Monat oder ein Jahr dauern, vermutlich würden Jahre vergehen. Und der künftige Präsident mahnte, es werde auch Rückschläge und Fehlstarts gebe, Tage, an denen das Land auf die Prüfung gestellt werde.

Eröffnet hatten das Konzert zu Ehren Obamas Bruce Springsteen und ein rot gekleideter Gospelchor. Die Zuhörer brachen in Jubel aus, als Obama zusammen mit seiner Ehefrau Michelle eintraf. Weitere Künstler, die auftraten, waren Beyoncé, Bono, Stevie Wonder, Garth Brooks und John Mellencamp.

Obama war am Samstag nach einer symbolträchtigen Bahnfahrt zu seiner Amtseinführung als 44. Präsident der USA in der Hauptstadt eingetroffen. Er tritt am Dienstag die Nachfolge von George W. Bush an. Wie einst Abraham Lincoln im Jahr 1861 war der künftige Präsident mit dem Zug von Philadelphia, der Wiege der amerikanischen Demokratie, nach Washington gefahren. Begleitet wurde er von seiner Familie. Am Rand der 217 Kilometer langen Strecke jubelten mehrere zehntausend Menschen Obama zu.

AP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
you_me_2 (20.01.2009, 12:21 Uhr)
Amerika
..erwartet von Obama das, was der 1.FC Köln im Sommer von Podolski erwartet.Mal gucken, wer es besser macht.
Wat kütt, dat kütt.
ganzbaf (20.01.2009, 09:56 Uhr)
Glückliches Amerika

Mit frischem Wind und einem ehemaligen Sozialarbeiter als Präsidenten...
.
Bei uns nur Anwälte, BWLer und sonstige Hilfspappnasen mit mächtig alten Visagen.... ;-DD
Julian2225 (19.01.2009, 10:29 Uhr)
ACH SO!
Ganz vergessen, er sagt, es werden Jahre vergehen bis die "Millionen die ihre Arbeit und ihre Haeuser verloren haben..." Normalitaet verspueren koennen ...tja und was sollen die Leutz die alles verloren haben ueber die Jahre tun?
Amerika ist kein Sozialstaat...und das vergessen einige! Naja, vielleicht schicken wir sie ja nach Deutschland...hehehe!

Julian2225 (19.01.2009, 10:23 Uhr)
ja die Hoffnung!
Die Hoffnung das alles besser wird steht auf dem Pruefpunkt, aber wer wirklich daran glaubt das alles auf Knopfdruck schneller und anders wird ist naiver als der wildeste Verschwoerungstheoretiker. Der pure Kapitalismus hat sich selbst zerstoert und wir bekommen die letzten Rettungsversuche mit wo die Normalos auf der Strecke bleiben werden.
Obama sagt selbst...und laesst sich damit alle Tueren offen..."anything is possible". Der OZ hoert natuerlich nur das positive, der Rep das negative, aber eigentlich gibt er bloss zu das es schwieriger ist als sich ein OttoNormalo vorstellen kann.
Auf der gleichen Seite gibt es dann zu lesen das in vielen Metroareas der USA die Arbeitslosenzahlen auf ueber 10% steigen werden, was laut US standards eigentlich etwa 20-25% bedeutet!
Und all das soll ein Obama richten, wie, nun ja, indem er Banken Kredite gibt...hmmm, makes sense...NOT!
Ja die Hoffnung stirbt zuletzt bloss Obama ist kein Doktor und Hoffnung verabreichen funktioniert auch nur noch fuer die kommenden 100Tage! Und von mir bekommt er keinen EXTRA Kredit weil er ne andere Hautfarbe hat!
Trotzdem viel Glueck Barack, vielleicht (hoffentlich) liege ich ja falsch...denn wenn nicht, ist Schluss mit lustig und die USA sind im Eimer! Das er vorm eigentlichen Amtsantritt bereits um Zeit bittet ist wohl nicht das beste Zeichen...
PS. und an die Person aus AZ, in regards to another posting, nun ja, McCain waere natuerlich keine Loesung gewesen und Obama ist das beste Pferd im Stall. Bloss nun geht es um die Politik und nicht um die gewonnenen Wahlen. das Feiern sollte nun einmal beendet sein, sie haben sicherlich den Begriff Obama Zombie auch schon gehoert!
Der Horizon ist in weiter weiter Ferne und auch das beste Pferd wird nicht schnell genug den Horizont erreichen! Bloss die Hoffnung das man sich irrt bleibt...und darin, aber so weit bloss darin, ist Obama absoluter Experte!
binausgold (19.01.2009, 09:50 Uhr)
die hoffnung stirbt zuletzt
auch herr obama wird keine wunder vollbringen können. die amerikaner haben auf pump gelebt und deswegen ist nun alles futsch. es heißt in dem artikel "viele amerikaner haben ihre häuser verloren" es waren nicht ihre häuser, es waren die der banken, genau wie das auto, die küche, der fernsehrer....etc. etc.... wenn ich alles auf pump kaufe, dann wird daraus nix. übrigens gilt das auch für deutschland....aber da die amis das ja vor gemacht haben und wir immer alles so toll gefunden haben, mußte es ja unbedingt nachgeäfft werden und da werden wir jetzt auch unser blaues wunder erleben.
hoffen wir, daß der ami sein wirtschaftsdisaster nicht schon wieder über kieg lösen muß!
aber die hoffnung stirbt zuletzt...
DerExperte (19.01.2009, 09:39 Uhr)
1:38 AM
ich sehe es gerade live!
Gut zu wissen dass es eine zukunft nach 8 jahren Dunkelheit gibt!
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