. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
19. November 2007, 13:50 Uhr

Israel lässt 441 Häftlinge frei

Eine Geste des guten Willens oder eine Pflichtübung? Israel wird 441 palästinensische Häftlinge freilassen und kündigt einen Baustopp für jüdische Siedlungen in den Palästinensergebieten an. Ministerpräsident Ehud Olmert spricht von "Auflagen, die wir erfüllen müssen".

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert bei einer Rede in Sde Boker, südlich von Israel© Gali Tibbon/AFP

Das israelische Kabinett hat die Freilassung von 441 inhaftierten Palästinensern beschlossen. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Ehud Olmert mit. Der Schritt war allgemein erwartet worden, sollte er doch dazu dienen, vor der für kommende Woche geplanten Nahost-Konferenz in Annapolis bei Washington die Position des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zu stärken. Die Palästinenser haben allerdings die Freilassung von mindestens 2000 der mehr als 10.000 Häftlingen verlangt, und auch die USA haben erklärt, die schon am Wochenende gehandelte Zahl von rund 450 Freilassungen sei zu gering.

Baustopp für neue Siedlungen

Darüberhinaus hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert eine Woche vor der geplanten Nahost-Konferenz einen Baustopp für neue jüdische Siedlungen in den Palästinensergebieten erklärt. Auch solle damit begonnen werden, illegale Außenposten jüdischer Siedler abzubauen, kündigte Olmert während einer Kabinettssitzung in Jerusalem an. Außerdem werde wie in der ersten Phase des Nahost-Friedensplanes festgeschrieben kein palästinensisches Land mehr enteignet. "Wir müssen diese Auflagen erfüllen", sagte Olmert.

Olmert ging nicht darauf ein, ob der Baustopp auch für bestehende Siedlungen besteht. Die Palästinenser verlangen von Israel, dass auch der Ausbau von Siedlungen eingefroren wird. Olmert warnte vor der Konferenz in den USA zugleich vor zu großen Erwartungen. Ziel sei aus Sicht Israels, eine breite internationale Unterstützung für bilaterale Friedensgespräche zu gewinnen. Die eigentlichen Friedensverhandlungen würden erst nach der Nahost-Konferenz beginnen.

Der 2003 verabschiedete Nahost-Friedensplan hatte Israel bereits zu einem Siedlungsstopp verpflichtet. Die Palästinenser sollten im Gegenzug Terror und Gewalt abschwören. Die jüdischen Siedlungen im Westjordanland sind nach internationalem Recht illegal. In den mehr zehn Jahren seit den Osloer- Friedensverträgen, die den Weg zu einem Palästinenserstaat ebnen sollten, hat sich die Zahl jüdischer Siedler im palästinensischen Westjordanland mehr als verdoppelt.

Die von US-Präsident George W. Bush initiierte Nahost-Konferenz soll am Montag und Dienstag kommender Woche in Annapolis im US- Bundesstaat Maryland stattfinden.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Oluja (19.11.2007, 15:12 Uhr)
Eine gaaaanz tolle Geste
nachdem man 90% Palästinas geraubt und illegal okkupiert und besiedelt hat, ein Apartheitssystem eingerichtet hat und ein ganzes Volk vertrieben, enteignet und seit Jahrzehnten geknechtet und unterdrückt hat.
Nach wie vor sitzen zig Tausende Palästinenser ( bis zu 12.000) in Israelischer Haft, darunter hunderte Kinder und Frauen, viele ohne Rechtsbeistand oder ein ordentliches Verfahren.
Die jetzigen "Freilassungen" sind nichts anderes als Zionpropaganda, um etwas ihren nahezu nicht mehr existenten "Ruf" aufzupolieren, auch wenn es mehr als peinlich und durchsichtig ist wenn sich Kriegsverbrecher als Friedenstauben ausgeben.
MEHR ZUM ARTIKEL
Nahost-Gipfel Olmert verspricht Freilassungen

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert versucht, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas den Rücken zu stärken. Auf dem Nahost-Gipfel in Scharm el Scheich versprach er, 250 inhaftierte Palästinenser freizulassen. Doch nicht jeder kann auf Gnade hoffen. mehr...

Nahost-Gipfel Ein bisschen Frieden

Von dem Nahost-Gipfel sind die Erwartungen geteilt: Während sich Israels Ministerpräsident Ehud Olmert höchstens die Basis für Friedensverhandlungen erhofft, glaubt Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, dass Israel zu Zugeständnissen bereit sei. mehr...

Nahost-Konflikt Bush und Olmert treffen sich zum Krisengespräch

George W. Bush und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert wollen über die Nahost-Krise beraten. Beide Länder planen, die Notstandsregierung finanziell zu unterstützen. Olmert schließt auch neue Friedensgespräche zwischen Israel und Palästina nicht aus. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe