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US-Präsident George W. Bush hat das Vorgehen Russlands im Konflikt um die Krisenregion Südossetien scharf kritisiert. Vizepräsident Dick Cheney drohte Russland sogar mit Konsequenzen. Die Europäische Union dagegen bemüht sich um eine Lösung zwischen Georgien, Russland und Südossetien.
Die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten, G7, hat das Vorgehen Russlands in Georgien scharf kritisiert. Die Entscheidung, die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien anzuerkennen, wecke Zweifel am russischen Engagement für Frieden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Dmitri Medwedew wollen der globalen Finanzkrise mit einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit begegnen. Die aktuelle Finanzkrise könne nur gemeinsam gelöst werden, betonten sie in St. Petersburg. Allerdings hatte Merkel nicht nur freundliche Worte im Gepäck.
Immerhin. Eine Blamage haben die Europäer auf ihrem Krisengipfel zum Georgien-Konflikt vermieden. Trotz aller Differenzen haben sie eine einheitliche Position gefunden, Russlang gerügt, und zumindest Sanktionen in Aussicht gestellt. Zähne hat die EU deshalb immer noch nicht, bestenfalls Zähnchen.
Die Regierung in Moskau hat ihre offizielle Zusage gebrochen, die russischen Truppen aus dem Kernland Georgiens abzuziehen. Auch einen Tag nach Ablauf der vereinbarten Frist halten sich weiter zahlreiche russische Soldaten in der Kaukasus-Republik auf. Mit Spannung werden nun die Ergebnisse des Krisengipfels der Nato-Außenminister erwartet.
Starke Worte aus Russland: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat anderen Ländern mit einer "vernichtenden Antwort" gedroht, falls sie russische Bürger töteten. Medwedew verteidigte damit das harte Vorgehen Russlands gegen Georgien, das international auf Kritik gestoßen war.
Wer hat in Moskau das Sagen, wenn es um den Kaukasuskonflikt geht? Ist Medwedew Putins Marionette oder inszeniert Russland geschickt das Bild vom guten und vom bösen Politiker? Welche wirtschaftlichen Interessen stehen hinter der Politik im umkämpften Gebiet? Eine Analyse von Tomasz Konicz
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