Startseite

Syrische Rebellen sollen chemische Waffen verwendet haben

Die Aussagen der UN-Ermittlerin Carla del Ponte sind klar: Laut Zeugenberichten haben die Rebellen und nicht Assads Truppen das gefürchtete Sarin-Gas eingesetzt.

  Die Untersuchungskommission hat vermeldet, sie könne "Behauptungen" bezüglich eines Chemiewaffen-Einsatz nicht weiter kommentieren

Die Untersuchungskommission hat vermeldet, sie könne "Behauptungen" bezüglich eines Chemiewaffen-Einsatz nicht weiter kommentieren

Im Bürgerkrieg in Syrien haben die Aufständischen nach UN-Informationen Giftgas eingesetzt. "Nach Zeugenaussagen, die wir gesammelt haben, haben die Rebellen chemische Waffen eingesetzt, Sarin-Gas", sagte die UN-Ermittlerin und frühere Chefanklägerin des UN-Tribunals für Ex-Jugoslawien, Carla del Ponte, in der Nacht zum Montag dem Schweizer Rundfunk. Nach Informationen der Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den israelischen Luftangriffen vom Wochenende mindestens 42 syrische Soldaten getötet.

Die Untersuchung müsse zwar noch "vertieft" werden, aber nach den "bislang" vorliegenden Erkenntnissen gehe der Giftgas-Einsatz auf "Gegner des Regimes" zurück, sagte del Ponte. Auf den Einsatz von Giftgas lasse die Art der Behandlung der Opfer schließen. Die UN-Ermittler haben keinen direkten Zugang zu den Bürgerkriegsopfern in Syrien, da sie von der Führung in Damaskus nicht ins Land gelassen werden. Allerdings befragen die Ermittler Flüchtlinge und Ärzte.

Sarin ist eine chemische Substanz, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entdeckt wurde. Das Nervengas wurde auf verschiedenen Kriegsschauplätzen und beim Anschlag in der U-Bahn von Tokio 1995 eingesetzt. Schon der einfache Kontakt mit der Haut kann zum Tod durch Ersticken und Herzstillstand führen.

Chemiewaffen gelten als "rote Linie"

Nach den Berichten über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien warnte die russische Regierung vor einer Militärintervention von außen. US-Präsident Barack Obama hatte einen Chemiewaffenangriff in der Vergangenheit als "rote Linie" für ein mögliches Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet. Del Ponte äußerte die Vermutung, dass der Giftgas-Einsatz auf "ausländische Kämpfer" zurückzuführen sei, die auf der Seite der Opposition stünden.

Bei den israelischen Luftangriffen auf Ziele in Syrien vom Wochenende wurden nach Informationen der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 42 syrische Soldaten getötet. Rund hundert weitere würden vermisst, sagte der Leiter der Londoner Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die syrischen Behörden gaben weiterhin keine Zahlen zu Toten und Verletzten bekannt.

Ein ranghoher israelischer Verantwortlicher hatte am Sonntag gesagt, bei den beiden Attacken binnen 48 Stunden seien Waffenarsenale bombardiert worden, die für die israelfeindliche Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt gewesen seien. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden drei Anlagen bombardiert. Darin würden sich zu normalen Zeiten 150 syrische Soldaten aufhalten.

Sorge vor einer Eskalation wächst

Die israelischen Luftangriffe ließen die Sorge vor einer Eskalation wachsen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle Beteiligten zu äußerster Zurückhaltung auf, nachdem die syrische Regierung Israel gewarnt hatte, durch die Bombardements die Tür "zu allen Möglichkeiten weit geöffnet" zu haben.

Syrien habe das Recht und die Pflicht, sein Land und Volk "mit allen Mitteln" vor Angriffen zu schützen, erklärte das syrische Kabinett. Ein syrischer Regierungsvertreter sagte, die "Antwort" Syriens auf die Luftangriffe werde nicht "unmittelbar" erfolgen. "Wir werden warten, aber wir werden antworten", sagte er.

Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zeigte sich besorgt über die "jüngsten Entwicklungen in und um Syrien". Er warnte vor einem Übergreifen des Konflikts auf die gesamte Region.

amt/AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools