Die Waffenruhe im Nahen Osten hält. Weitgehend zumindest. Für die Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen heißt das: ausschlafen, rumstehen, Ruhe.
Was machen Soldaten, wenn Gewehre, Kanonen und Panzer schweigen? Rauchen, rumstehen, räkeln - und warten, wie es weitergeht. Seit Mittwochabend herrscht zwischen Israelis und den Palästinensern im Gazastreifen Waffenruhe.
Nachdem sich die verfeindeten Nachbar eine Woche lang bekämpft hatten, mit Hunderten von Toten und Verletzten, keimt nun wieder etwas Hoffnung auf - obwohl vereinzelt Raketen aus dem Küstengebiet abgefeuert wurden und am Freitag ein palästinensischer Bauer durch israelische Soldaten getötet wurde.
Die anstehenden Verhandlungen zwischen der radikal-islamistischen Hamas und der Jerusalemer Regierung über eine dauerhafte Lösung des Zwists werden allerdings schwierig. Denn mit ihren Angriffen hat die Hamas gezeigt, dass man Israel durchaus "verhandlungsbereit schießen" kann und damit erpressbar macht - kein gutes Signal für eine Nachbarschaft.