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Der umstrittene türkische Außenminister Abdullah Gül soll erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren. Seine Wahl war im Frühjahr gescheitert, weil Militär und Opposition befürchten, dass die Türkei unter Gül stärker religiös geprägt werden könnte.
In der Türkei berät das Verfassungsgericht darüber, ob die Regierungspartei AKP verboten wird. Damit spitzt sich der Streit um die Zukunft des Landes zu: Soll es etwas islamistischer werden oder den säkulären Kurs beibehalten? Sicher ist: Die Unterstützung für den Ministerpräsidenten wird kaum schwinden.
Die Wahl des konservativen Präsidentschafts-Kandidaten Abdullah Gül gilt als umstritten. Kritiker befürchten die Vermischung von Religion und Staat. Wenige Stunden vor der Wahl warnt das türkische Militär vor politischen Angriffen auf den säkularen Staat.
Der türkische Präsidentschaftskandidat Abdullah Gül hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen verloren. Bei der End-Abstimmung am 28. August gilt der konservative Politiker allerdings dennoch als haushoher Favorit.
Die Aussicht auf einen Präsidenten Tayyip Erdogan schmeckte den Türken überhaupt nicht und sorgte unlängst für Massenproteste. Nun macht der Regierungschef einen Rückzieher und schickt den gemäßigten Außenminister Abdullah Gül ins Rennen ums höchste Amt.
Die Präsidentenwahl in der Türkei wird zu einer Zerreißprobe für die Demokratie des Landes. Hunderttausende gehen auf die Straßen, die Armee droht der Regierung kaum verhohlen mit einem Putsch. Doch Abdullah Gül hält an seiner umstrittenen Kandidatur für das Präsidentenamt fest.
Sollen die Wahlen zum Präsidentenamt ausgesetzt werden? Darüber hat das türkische Verfassungsgericht Beratungen aufgenommen: Die Kommentatoren sehen das Land an einem Scheidepunkt, es befinde sich "faktisch im Ausnahmezustand".
Angesichts der Staatskrise in der Türkei hat sich Ministerpräsident Erdogan in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung gewandt. Er rief zu Einheit und Ruhe auf. Währenddessen brachen die Finanzmärkte des Landes ein.
Nachdem Verfassungsrichter die umstrittene Präsidentenwahl für ungültig erklärt haben, will der türkische Ministerpräsident Erdogan Neuwahlen abhalten lassen. Er legte dem Parlament einen entsprechenden Antrag für einen Wahl am 24. Juni vor.
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