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4. November 2008, 23:02 Uhr
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Lange Schlangen, viele Pannen

Barack Obama oder John McCain? In den USA ist die Wahl des 44. US-Präsidenten angelaufen. Experten rechnen mit einer Rekordbeteiligung. Vor Wahllokalen bildeten sich vielerorts lange Schlangen. Wahlbeobachter in mehreren Bundesstaaten meldeten derweil einige Probleme.

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Bevor er in seiner Heimatstadt Chicago die Stimme abgibt, erklärt Barack Obama Tochter Malia den Stimmzettel© Jae C. Hong/AP

In den USA ist die mit Spannung erwartete Präsidentschaftswahl angelaufen. Es wird mit einer Rekordbeteiligung gerechnet. Schon kurz nach Öffnung der Wahllokale in den Staaten im Osten um 6 Uhr Ortszeit bildeten sich vielerorts lange Warteschlangen. Ob der Demokrat Barack Obama - wie von den Demoskopen erwartet - gewinnt oder ob sein republikanischer Rivale John McCain doch noch siegt, steht erst in der Nacht zum Mittwoch fest.

Die Wahl startete mit einem nie dagewesenen Ansturm auf die Urnen: erwartet wird mittlerweile eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern. Bereits um vier Uhr morgens - Stunden vor Öffnung der Wahllokale - hatten sich in manchen Städten lange Warteschlangen gebildet.

Zugleich meldeten Wahlhelfer und -beobachter erste Schwierigkeiten: In mehreren Fällen kam es zu erheblichen Verzögerungen bei der Abstimmung, weil beispielsweise falsche Wahlzettel oder Wählerlisten vorlagen. Wähler beklagten sich vielerorts auch darüber, dass es bei weitem nicht genügend Wahlautomaten gegeben habe. So mussten die Wähler in Teilen New Jerseys auf Wahlzettel aus Papier ausweichen, weil die Wahlmaschinen nicht funktionierten.

Wahlzettel ohne Präsidenten-Namen

In Kansas City (Missouri) konnte in einigen Wahllokalen erst mit dreistündiger Verspätung gestartet werden, weil den Wahlhelfern falsche Registrierungslisten vorlagen. Auch in Shaker Heights (Ohio) staunten Wähler nicht schlecht, als ihnen zunächst falsche Wahlzettel ausgehändigt wurden, auf denen die Namen der Präsidentschaftskandidaten fehlten.

Ein Team von europäischen Wahlbeobachtern kritisierte, dass es bei seiner Arbeit behindert werde. Die Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die der deutsche Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt (FDP) begleitet, hält sich zur Zeit in Fort Lauderdale, Florida auf. Überrascht erfuhren die Beobachter, dass sie nur ein einziges, von den US-Behörden ausgesuchtes Wahllokal besuchen durften.

"Wir alle halten das für ein inakzeptables Vorgehen", erklärte Meinhardt. "Einer Wahlbeobachterdelegation darf nicht vorgeschrieben werden, welche Wahllokale sie zu besuchen hat, geschweige denn, welche sie nicht besuchen darf." Gerade in Florida, dem Staat, in dem es bei den US-Wahlen im Jahr 2000 zu Unklarheiten gekommen war, habe man sich ein höheres Maß an Sensibilität gewünscht.

Zu einer ersten juristischen Auseinandersetzung kam es im umkämpften Staat Ohio. Dort lehnte es ein Richter am Montagabend ab, in mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Stadtteilen die Öffnung der Wahllokale zu verlängern oder zusätzliche Wahlmaschinen aufstellen zu lassen. Geklagt hatte die Nationale Vereinigung für die Förderung Farbiger (NAACP), die erklärte, in diesen Wahlkreisen könne es zu einem Ansturm auf die Wahllokale kommen. Der Richter wies jedoch die Wahlhelfer an zu verbreiten, dass jeder, der bis 19 Uhr in der Schlange stehe, seine Stimme noch abgeben könne.

Obama und seine Frau Michelle schritten am Dienstagmorgen (Ortszeit) in ihrer Heimatstadt Chicago im Bundesstaat Illinois zur Wahlkabine. Das Ehepaar wurde von den beiden Töchtern begleitet, als es gegen 7.30 Uhr das Wahllokal betrat. Nach dem Tod von Obamas Großmutter auf Hawaii am Vortag waren die Obamas in schwarz gekleidet. Bevor der Präsidentschaftsanwärter seine Kreuze setzte, erklärte er den Stimmzettel seinen Töchtern. Anschließend wollte er nach Indiana reisen, um dort seine Kampagne fortzusetzen.

McCain gab seine Stimme in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gemeinsam mit Ehefrau Cindy ab. Die republikanische Vize-Kandidatin Sarah Palin ging mit ihrem Mann Todd in Wasilla im US-Bundesstaat Alaska zur Wahlurne.

Erstes Ergebnis spricht für Obama

Den Auftakt zur Wahl hatten zwei Dörfer im Nordosten des Landes gemacht, wo die Wahllokale schon um Mitternacht öffneten. Das erste Ergebnis wurde in Dixville Notch in New Hampshire bekanntgegeben: 15 Stimmen entfielen dort auf Obama, 6 auf McCain. Obama hat damit die 40-jährige Vorherrschaft der Republikaner gebrochen. Bisher gelang es allein dem demokratischen Kandidaten Hubert Humphrey 1968, in diesem Wahllokal zu siegen. Humphrey verlor allerdings am Ende gegen Richard Nixon.

Die Einwohner von Dixville Notch pflegen seit 1960 zusammen mit der Gemeinde Hart's Location die Tradition, als erste zu wählen. Auch dort siegte Obama mit 17 Stimmen vor McCain (10) und einem weiteren Bewerber (2). Diesmal haben zudem 29 Millionen Bürger in 30 der 50 US-Staaten die Möglichkeit genutzt, schon vor Öffnung der Wahllokale am Dienstag ihre Stimme abzugeben. Die hohe Beteiligung an diesem "Early Voting" wird als Vorteil für Obama betrachtet.

Wahlberechtigt sind insgesamt 213 Millionen Bürger. Nach einer letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup für die Zeitung "USA Today" wollen 53 Prozent der Befragten den demokratischen Kandidaten Barack Obama als neuen Präsidenten, 42 Prozent sind für den Republikaner John McCain. In anderen Umfragen beträgt der Vorsprung für Obama lediglich sieben bis acht Prozentpunkte. Nach jüngsten Umfragen der Universität Quinnipiac führt Obama in den beiden möglicherweise entscheidenden Staaten Ohio und Pennsylvania, während sich in Florida ein Kopf-an-Kopf-Rennen abzeichnet.

In den Vereinigten Staaten wird der Präsident nicht direkt, sondern durch 538 Wahlmänner aus den einzelnen Bundesstaaten gewählt. Diese stimmen traditionell entsprechend dem Ergebnis in ihren Staaten. Der Gewinner eines Bundesstaates erhält jeweils alle zu vergebenden Wahlmännerstimmen, sobald ein Kandidat mindestens 270 Wahlmännerstimmen gesammelt hat, ist die Abstimmung entschieden. Die Wahlmänner stimmen am 15. Dezember ab, der neue Präsident wird am 20. Januar ins Amt eingeführt.

Dixville Notch wählt Barack Obama
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KOMMENTARE (10 von 38)
 
Gisella (05.11.2008, 11:41 Uhr)
an 42020
Hi-bin wirklich sorry about MCPALIN. How are you-geht es Dir trotzdem gut????Verläßt Du nun Texas???Need a place to stay???
Neuseelaender (04.11.2008, 22:41 Uhr)
Andersorts
...eigentlich jemand interessiert in den Wahlen am Samstag in Neuseeland?
Aquarius2 (04.11.2008, 22:22 Uhr)
Ein Blick zurück schärft die Erkenntnis
Wie wurde eigentlich George W. Präsident der USA?
Hatte er die meisten Stimmen?
Also Vorsicht mit Prognosen über Wahlen in den USA!
hamburg123 (04.11.2008, 22:17 Uhr)
Egal
Egal wer gewinnt, es kann nur besser werden. Die letzten acht Jahre unter bush waren katastrophal. Obama ist ein Medienstar, der gezielt aufgebaut wurde. Wir Deutschen fallen auf ihn herein und jubeln ihm zu. Warum weiß ich auch nicht...
mister-mister (04.11.2008, 21:48 Uhr)
Ergebnis wird sein....
Obama gewinnt. McCain verliert. That's it.
.
Hoffe ich jedenfalls. Meiner bescheidenen Meinung nach ist Obama ein weitaus größerer Hoffnungsträger.
.
Morgen wissen wir mehr.
.
Bemerkenswert sind die immer wieder (zufällig-natürlich :-))))))) auftretenden Computerpannen, wenn es im HighTechState USA um die Wurst geht.
.
Vielleicht erfahren wir eines Tages, wer daran gedreht hat.
042020 (04.11.2008, 21:15 Uhr)
@UR63/Hamb123
last euch bitte von dem Johannnn69
nichts erzahlen. er ist ein unternehmer, legal resident ?lebt in Atlanta und hat
nun angst das wen Obama an die macht kommt das er seinen arbeitern
endlich auch mal
min. lohn zahlen muss.
Johann58 (04.11.2008, 21:13 Uhr)
@402020
Ich wueder an deiner Stelle Stern (Bild) Zeitung nicht mehr lesen und schon garnicht kommentieren. Bild ist im uebrigen keine Zeitung. Das Ding heisst Bild ohne sonst noch was. Waere vielleicht gerne Zeitung aber dazu reicht es leider nicht. Stern ist alerdings auch keine Zeitung. Mal sehen wo heute abend eine nette party stattfindet, vielleicht gibts ja was zum feiern.
Johann58 (04.11.2008, 21:04 Uhr)
vor allem
scheint bei UR63 und Hamburg123 die Kenntnis ueber die USA ja ganz besonders gross zu sein. Die Maehr vom Tellerwaescher, es gibt sie natuerlich, die Millionaere, die mit viel Fleiss und vor allem einer guten Idee Milliardaere geworden sind. Aber die Wirklichkeit sieht dann doch ganz anders aus. Zig Millionen Amerikaner, die 2 oder 3 Jobs haben muessen um ueber die Runden zu kommen, Wenn am 5. nicht der Paycheck da ist steht man vor dem Nichts. Leben von der hand in den Mund. Der Hauptgrund fuer Hunderdtausende von Privatinsolenzen sind unbezahlbare Krankenhausrechnungen selbst wenn man Krankenversichert ist finden viele Versicherungen einen Grund die Zahlung der Rechnung zu verweigern. Um es aber noch mal ganz klar zu sagen, es ist eine wunderbares Land und es leben dort viele wunderbare Menschen und es schaefft Moeglichkeiten, die man woanders nicht oder nicht mehr hat. Das Paradies sieht aber anders aus und wer sich einmal ansieht wie Immigranten mit dem bischen was sie haben gluecklich sind kann sich vorstellen wie wenig sie in ihren heimatlaendern hatten. Dem Durchschnittsamerikaner geht es nicht besser als dem Durchschnittsdeutschen nur ohne soziale Haengematte was bedeutet, dass viele auch mit 70und aelter eben arbeiten muessen.
klabautermann79 (04.11.2008, 20:44 Uhr)
Kein Wunder,
dass hier öfter Beiträge gelöscht werden, wenn man sich das Kindergarten-Niveau mancher User hier betrachtet.
Offenbar geht es bei denen nicht, ohne andauernd mit Kraftausdrücken um sich zu schmeißen.
Da macht das Lesen der Kommentare fast keinen Spaß mehr. Denn eigentlich lese ich mir die immer durch, um verschiedene Standpunkte zu sehen und so vielleicht ein klareres Bild für mich selbst zu haben.
Deswegen sucht euch doch bitte irgendwo eine andere Plattform, in der ihr euch gegenseitig beleidigen und runterputzen könnt! Mit Diskussion hat das nämlich nichts zu tun.
yomismo (04.11.2008, 20:38 Uhr)
Wahlkommentare
Sowohl hamburg 123 als auch UR 63 bestechen durch ihr Niveau.
Mehr habt ihr nicht drauf?
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