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3. November 2010, 08:50 Uhr

Marihuana bleibt illegal und Whitman draußen

Niederlage für Kaliforniens Kiffer: Marihuana wird nicht legalisiert. Das entschieden die Wähler des Landes in einer Volksabstimmung. Immerhin konnten die liberalen Kalifornier an anderer Stelle jubeln: Die konservative Meg Whitman bleibt ihnen als Gouverneurin erspart.

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Sieht genussvoll aus, bleibt aber verboten: Kiffen in Kalifornien illegal© Torsten Leukert/DPA

Marihuana wird in Kalifornien nicht legalisiert: Die Wähler haben sich in einer Volksabstimmung gegen die Freigabe ausgesprochen. In dem zeitgleich mit der Kongresswahl am Dienstag abgehaltenen Referendum lehnten sie die sogenannte "Proposition 19" ab, die es Erwachsenen ab 21 Jahren erlaubt hätte, bis zu 28 Gramm Marihuana zu besitzen und an nicht öffentlichen Plätzen zu konsumieren, wenn keine Kinder anwesend sind. auch der private Anbau sollte erlaubt werden. Der Volksentscheid war der am meisten mit Spannung erwartete von insgesamt 160 in 37 Staaten.

Für medizinische Zwecke ist Marihuana in Kalifornien und 13 weiteren US-Staaten bereits zugelassen, die Legalisierung für den Gebrauch auch darüber hinaus wäre ein weiterer Meilenstein gewesen. Befürworter haben erklärt, dem in argen Finanznöten steckenden Kalifornien würde das dringend benötigte Steuereinnahmen bringen und der mexikanischen Rauschgiftmafia einen Schlag versetzen, da deren Einnahmen aus dem illegalen Handel gekappt würden. Etliche ehemalige Polizeichefs unterstützten die Maßnahme, von der sie sich einen Rückgang der Kriminalisierung Jugendlicher erhofften. Spitzenpolitiker beider Parteien, darunter die Gouverneurskandidaten, hatten sich aber dagegen ausgesprochen. Auch in Kommentaren der führenden kalifornischen Zeitungen gab es keine Unterstützung für die Initiative. An anderer Front konnten die liberalen Kalifornier aber jubeln: Der Demokrat Jerry Brown setzte sich überraschend als Nachfolger des Republikaners Arnold Schwarzenegger durch. Die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman, die über 140 Millionen Dollar aus eigener Tasche in den Wahlkampf gepumpt hatte, unterlag.

AFP/DPA/ben
 
 
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