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17. Oktober 2007, 11:02 Uhr

Al Gore will nicht ins Weiße Haus

Er bleibt dem Klima treu: Der ehemalige Vizepräsident Al Gore hat Pläne für eine erneute Kandidatur abgelehnt. In Umfrage-Ergebnissen haben sich auch die US-Bürger gegen Nobelpreisträger Al Gore als US-Präsidenten ausgesprochen.

Friedensnobelpreisträger Al Gore: "Ich habe keine Pläne, wieder als Kandidat anzutreten"© John G. Mabanglo/DPA

Der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore hat eine Kandidatur bei der US-Präsidentenwahl ausgeschlossen. "Ich habe keine Pläne, wieder als Kandidat anzutreten", sagte der ehemalige US-Vizepräsident dem norwegischen Fernsehsender NRK auf die Frage, inwieweit der Preis seine politische Zukunft beeinflussen werde. Er sehe die Auszeichnung nicht im Zusammenhang mit einer erneuten Kandidatur.

Gore wurde gemeinsam mit dem UN-Klimarat mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Auf einer einer anschließenden Pressekonferenz hatte er sich nicht über eine Kandidatur für die US-Präsidentschaft geäußert. Dies löste Spekulationen aus, er werde sich möglicherweise doch um die Präsidentenkandidatur der Demokratischen Partei für die Wahl im kommenden Jahr bewerben. Der frühere Vizepräsident unter Bill Clinton hatte die Wahl im Jahr 2000 knapp gegen den derzeitigen Amtsinhaber George W. Bush verloren.

Keinen Auftrieb für mögliche Kandidatur

Der Friedensnobelpreis hat Al Gore auch bei den US-Bürgern keinen Auftrieb für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur gegeben. Das geht aus einer veröffentlichten Gallup-Erhebung hervor. Demnach beantworteten 54 Prozent der Befragten die Frage mit Nein, ob der frühere Vizepräsident bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr antreten sollte. 41 Prozent sprachen sich dafür aus. Dies sind in etwa dieselben Werte wie bei einer Umfrage im März, als sich 57 Prozent für eine Kandidatur Gores und 38 Prozent dagegen aussprachen.

Es wurde immer wieder spekuliert, ob der frühere Vizepräsident noch ins Rennen um die Präsidentschaft einsteigen könnte. Immerhin beginnen die parteiinternen Vorwahlen für die Kandidatenkür bereits im Januar. Favoriten bei Gores Demokratischer Partei sind derzeit die Senatoren Hillary Clinton und Barack Obama. Gore läge mit 14 Prozent Zustimmung bei den demokratischen Wählern derzeit weit hinter diesen beiden zurück.

Reuters, AP
 
 
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