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30. Januar 2009, 07:33 Uhr

Obama geißelt Prämien für Banker

Scharfe Kritik von US-Präsident Barack Obama: Er bezeichnete es als "beschämend", dass die Banken auch im Krisenjahr 2008 noch Milliarden an Bonuszahlungen für ihre Top-Manager ausgeschüttet haben. Sichtlich erregt sagte er: "Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit."

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"Das ist beschämend", so US-Präsident Barack Obama über die Bonus-Zahlungen an Banker. Im Hintergund sitzt sein Finanzminister Timothy Geithner© Jim Young/Reuters

US-Präsident Barack Obama hat scharfe Kritik an den Bonus-Zahlungen an der Wall Street geübt. "Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit", sagte er am Donnerstag vor Journalisten zu einem Zeitungsbericht, wonach die Finanzinstitute 18,4 Milliarden Dollar an Boni ausgezahlt haben sollen. "Das ist beschämend." Er und Finanzminister Timothy Geithner würden der Wall Street klar machen, dass "es eine Zeit für sie gibt, Gewinne einzustreichen, und eine Zeit für sie gibt, Boni zu erhalten", sagte Obama. "Jetzt ist nicht diese Zeit."

Die "New York Times" hatte auf ihrer Titelseite von den Zahlungen berichtet. In einer ersten Stellungnahme kritisierte ein Sprecher des Präsidialamts. "Wir werden nicht in der Lage sein, die notwendigen Schritte zur Stabilisierung des Bankensystems zu unternehmen, wenn das amerikanische Volk von diesem empörenden Verhalten liest", sagte er.

In der amerikanischen Öffentlichkeit regt sich zunehmend Unmut über die milliardenschweren Hilfspakete für Banken und andere Großunternehmen. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Citigroup kurz davor stand, einen Firmenjet für 50 Millionen Dollar zu kaufen. Die Bank hatte zuvor 50 Milliarden Dollar Hilfe vom Staat erhalten. Unter dem öffentlichen Druck wurde der Kauf gestoppt.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 38)
 
SethusCalvisius (30.01.2009, 22:56 Uhr)
@x-cube
Obama hat zumindest das richtige gesagt. Ob er auch das richtige tun wird, wissen weder Sie noch ich. Dass ich die Möglichkeit, dass er es tut, nicht von vorneherein ausschließe, macht mich in Ihren Augen anscheinend schon zum Optimist. Nun gut, dann bin ich halt einer.
leeze (30.01.2009, 13:51 Uhr)
endlich einer
der sagt was viele denken.Und der auch in der Lage ist dementsprechend zu handeln. Ich hoffe das er seinen Worten auch Taten folgen lässt.
Merkel & CO sollten sich daran ein Beispiel nehmen und ebenfalls deutliche Worte an die Manger richten und den Worten auch Taten folgen lassen.Aber da unsere Politik ja untelaufen ist von Lobbyisten wird daraus wohl nichts werden. Solange man sich ja über Steuern beim Volk bedienen kann wie man Lust und Laune hat istz die Welt doch in Ordnung. Und dann lassen die Herrschaften noch ein paar dumme Sprüche ab und meinen damit ihr tun und lassen vor dem Volk gerechtfertigt zu haben.Helfen ja - aber nur mit ganz knallharten Auflagen und die dürfen nicht heissen - Standortsicherung ( natürlich mit Personalabbau verbunden) Lohnzurückhaltung ( natürlich nur bei den unteren Lohnschichten).
x-cube (30.01.2009, 13:22 Uhr)
@ SethusCalvisius
Naja. Wir werden sehen.
Nur leider bin ich kein solcher Optimist.
Es werden seit Jahren internationale Kontrollen gefordert. Was passiert? Nichts. Obama hat nun die Chance etwas zu ändern. Aber hat er das wirklich? Wer sind seine Berater?
Schauen Sie sich an mit wem er sich umgibt. Das sind die gleichen Leute wie eh und je. Und sie glauben er wird etwas ändern?
Das er Impulse gibt und Ihm das hoch angerechnet wird ist lächerlich, denn er hätte eigentlich die Macht tatsächlich etwas zu unternehmen, aber das wird nicht geschehen.
Sie werden sehen. Aber ich beneide Sie und die Obama Anhänger um Ihr vorauseilendes Vertrauen.
endbenutzer (30.01.2009, 13:17 Uhr)
Davon abgesehen:
Wo bleibt eigentlich ein entsprechendes Statement zur Situation von unserer Kanzlerin? Oder von Westerwelle, dem Retter des Abendlandes? Wahrscheinlich wird aber höchstens wieder Köhler einen zum Besten geben und äußerst devot wie immer gaanz vorsichtig die Problematik zur Sprache bringen.
SethusCalvisius (30.01.2009, 13:02 Uhr)
Besser als gar nichts
Was hat Obama getan? er hat etwas ausgesprochen, was die Mehrheit denkt, aber von unseren Politikern lieber totgeschwiegen wird. Schließlich sitzt man ja mit denselben Leuten in irgendeinem Aufsichtsrat. Dass die, die uns die Finanzkrise eingebrockt haben, auch noch dafür belohnt werden, während Mio dadurch ihren Job verlieren, ist ein Skandal erster Güte. Wenn sich hier nichts ändert, wird das über kurz oder lang zum Wiedererstarken des Kommunismus führen, denn auf Dauer lassen sich die Menschen derart eklatante Ungerechtigkeiten nicht mehr bieten. Wer das derzeitige System retten will, muss dafür sorgen, dass auch Manager nach Leistung bezahlt werden und das nicht nur, wenn's gut läuft.
@x-cube
Ich weiß nicht, mit welchem Recht Sie hier die Anhänger von Obama verunglimpfen. Einem Präsidenten, der gerade ein paar Tage im Amt ist, vorzuwerfen, dass seinen Worten keine Taten folgen, ist ja lächerlich. Ich sehe in Obama auch keinen neuen Messias, aber er hat in der kurzen Amtszeit schon viele richtige Impulse gegeben. Alles andere sollten wir beurteilen, wenn er die Zeit hatte, konkret etwas zu ändern.
JanvanHelsing (30.01.2009, 12:51 Uhr)
Gab es schon...
1992 Nieten in Nadelstreifen von Günter Ogger, ich warte schon sehnlichst auf den zweiten bzw. dritten Teil, der hat wirklich Ross und Reiter und die Seilschaften genannt.
-
Was die Dummheit anbelangt, es hat in den achtzigern ein T-Shirt gegeben mit den Gesichtern von Bill Gates und Steve Jobbs darauf mit folgendem Untertitel;
>The geek will inhirtet the world<
zu deutsch die Narren werden die Welt beerben...
Na denn viel Spaß
sebale1 (30.01.2009, 12:40 Uhr)
Endlich !
Da kommt einer und wagt es, das mal auszusprechen - es wird höchste Zeit, dass die, die verantwortlich sind mal öffentlich an den Pranger gestellt werden - Respekt Barak Obama !
Wo bleibt eine ähnliche Reaktion in Deutschland ? Dazu wird viel zu viel gekungelt !
Man sollte eine Liste aller Manager der Banken (und Unternehmen) die Milliarden aus eigener Gier und Unfähigkeit kaputt gemacht haben. veröffentlichen - bloss stellen. Nur so verhindern wir, dass wieder "business as usual " kommt und sie alsbald weitermachen können wie immer. Dann, wenn die Steuerzahler die Verluste getragen haben, die Gewinne der Banken dadurch wieder sprießen und die fähigen Leute wieder die dicken Boni bekommen.
Pervers, perverser, Deutschland !
x-cube (30.01.2009, 12:33 Uhr)
Oh Obama errette uns oh Heiliger
Quatschen kann jeder!
Er geisselt! Und?
Welche Konsequenzen folgen? Nichts, gar nichts! Nur Gerede ohne Folgen.
Und das braucht man sich nicht für Deutschland wünschen. Denn hier wird auch nur gequatscht und nichts tatsächlich unternommen.
Diese hochglanzverpackungsgeilen, gehirnfreien Obamajünger sind nicht mehr zu rationalem Denken in der Lage, sonst würden sie erkennen dass nur heisse luft kommt. Ist das erstrebenswert?
FerkelOhneM (30.01.2009, 12:33 Uhr)
Direkte Demokratie gegen Korruption
Die Wahl Obamas zum neuen US-Präsidenten ist der Beweis dafür, dass die Demokratie in den USA noch funktioniert - wenn auch mit starkem Knirschen.
Das politische System der USA ermöglicht es jedem in den USA geborenen US-Bürger, als Präsident zu kandidieren, wobei die Favoriten der herrschenden Gruppen (z.B. H.Clinton) direktdemokratisch ausgeschaltet werden können. Die Vorwahlen ermöglicht eine direktdemokratische Wahl der Kandidaten für die Endauswahl. Das ist zwar scheinbar aufwendig, hat aber, bis auf den Unglücksfall GWB, bei dessen Wahl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, relativ gute Ergebnisse (Wohlstand, Freiheit, Zuzfriedenheit der Bürger) gebracht. Obwohl die starke Machtkonzentration auf eine einzige Person problematisch ist (dass es auch anders geht, beweist das direktdemokratische System der Schweiz), hat sich das direktdemokratische System der Präsidentenauswahl wieder einmal bewährt. Zudem gibt es in vielen US-Bundesstaaten direktdemokratische Gesetzgebungsverfahren, die ebenfalls vergleichsweise gute Resultate erbracht haben.
Im Gegensatz dazu findet im deutschen System die Vorauswahl der Spitzenkanidaten nur durch die Spitzenfunktionäre der Parteien statt und der Bürger hat oft nur eine Wahl wie zwischen Pest und Cholera oder wirkliche Veränderungsmöglichkeit.
Deutschland braucht dringend direktdemokratische Reformen zur Bekämpfung von Filzokratie und Korruption. Deutschland braucht eine geschäftsführende Regierung aus kompetenten Fachleuten, die das Vertrauen der Bevölkerungsmehrheit hat, die ihre Massnahmen am Gemeinwohl orientiert und sachlich begründet, die kein blödsinniges Wahlkampf-Schmierentheater veranstaltet und die nicht gegen die Interessen der Bevölkerung agieren kann.
Wenn die USA ein politisches System wie D. hätten, dann hätte GWB jetzt eine dritte Amtszeit.
Josh67 (30.01.2009, 12:19 Uhr)
Wo
ist in Unserem Land ein Obama in Sicht?
Leider weit und breit nix zu sehen.
Warscheinlich würden Unsere dummen Wähler den auch nicht an die Macht lassen, sondern wieder die selben korrupten Verbrecher wählen wie schon seit Jahren.
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