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28. Juni 2010, 07:27 Uhr

"Iran hat genug Material für zwei Atombomben"

Für den US-Geheimdienst CIA ist die Sache klar: Der Iran hat genug nukleares Material für zwei Atombomben. Bereits 2012 könnten die Waffen einsatzbereit sein, warnt CIA-Chef Leon Panetta.

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Warnt vor der atomaren Bedrohung durch den Iran: CIA-Chef Leon Panetta© Fred Watkins/AP

Der Iran verfügt nach Einschätzung von CIA-Chef Leon Panetta über genügend niedrig angereichertes Uran für zwei Atombomben. Sollte es das Regime in Teheran darauf anlegen, könnten diese Nuklearwaffen 2012 einsatzbereit sein, sagte Panetta dem amerikansichen Fernsehsender ABC. In einer ersten Reaktion betonte Russlands Präsident Dmitri Medwedew, dass dies genau überprüft werden müsse.

"Sollten die Behauptungen der amerikanischen Geheimdienste bestätigt werden, würde dies die Lage deutlich verschärfen", sagte Medwedew nach dem G20-Gipfeltreffen im kanadischen Toronto. Beim vorherigen Treffen der G8-Staats- und Regierungschefs sei die Frage der nuklearen Sicherheit gründlich erörtert worden, darunter vor allem die Lage der Länder, "die große Zweifel hervorrufen - Iran und Nordkorea".

Ausweitung der Nuklearkapazitäten trotz UN-Sanktionen

Um Atombomben zu bauen, müsse der Iran das Uran zunächst hoch anreichern, sagte Panetta. "Und wir würden schätzen, dass es, wenn sie sich dafür entscheiden, wahrscheinlich ein Jahr dauern würde, diesen Punkt zu erreichen. Wahrscheinlich würde es ein weiteres Jahr dauern, die geeignete Art von Trägersystem zu entwickeln, um die Waffen einsatzbereit zu machen."

Der Chef des Geheimdienstes äußerte die Überzeugung, dass der Iran trotz der jüngsten UN-Sanktionen weiterhin an seinen Nuklearkapazitäten arbeite. Es gebe in Teheran "eine anhaltende Diskussion darüber, ob sie mit der Bombe weitermachen sollten oder nicht. Aber sie entwickeln ganz klar ihre nuklearen Fähigkeiten, und das gibt Anlass zur Besorgnis....darüber...was ihre Absichten sind."

Trotz mehrfach verschärfter Sanktionen durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und zusätzlicher Sanktionen von EU und USA hält Teheran unbeirrt an seinem international umstrittenen Atomprogramm fest.

Kng/DPA
 
 
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