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Wie Donald Trump noch zu verhindern wäre

Donald Trump steht nach der Hälfte der Vorwahlen im Grunde als Präsidentschaftskandidat fest. Und doch gibt es Wege, seine Nominierung noch zu verhindern. Die aber könnten in einem parteiintern Krieg anzetteln.

Donald Trump leere Podium

Ein Präsidentschaftswahlkampf ohne Donald Trump? Was viele Republikaner gefallen dürfte, wäre für seine vielen Anhänger eine Katastrophe

Es steht 621:395 - die Hälfte hätte Donald Trump also schon mal geschafft. Bleiben noch rund 20 Vorwahlen für den Rest. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn der umstrittene Milliardär nicht Spitzenkandidat für die Präsidentschaftswahl werden würde. Oder mit missgünstigen Parteifreunden, die auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner am 18. Juli alle erdenklichen Tricks aus dem Hut zaubern, um seine Kandidatur doch noch zu verhindern. Für diesen Fall kündigte Trump bereits kühl an: "Dann würde es Krawalle geben. Ich vertrete viele, viele Millionen Menschen", sagte er dem Sender CNN nach den für ihn erfolgreichen Vorwahlen am Dienstag.

Welche Knüppel sie Donald Trump zwischen die Füße werfen könnten

Eigentlich sind die Parteitage nur noch der formale Höhepunkt einer jeder Kandidatenkür. In Cleveland, wo die National Convention drei Tage lang tagen wird, braucht Donald Trump die Mehrheit aller Delegiertenstimmen, also 1237. Üblicherweise haben die Spitzenkandidaten diese Zahl in den Vorwahlen erreicht - und doch könnten dieses Jahr zahlreiche Größen der Republikaner versuchen, dem ungeliebten Favoriten ein paar Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Daran könnte die Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump noch scheitern:

  • In den noch ausstehenden Vorwahlen (unter anderem in Kalifornien, New York und Pennsylvania) bleibt er hinter den Erwartungen zurück und gewinnt so wenige Bundesstaaten, dass er die nötige Zahl von 1237 Delegiertenstimmen nicht zusammenbekommt.
  • Für diesen Fall ist eine Kampfabstimmung vorgesehen. Eigentlich müsste die zwischen den führenden Kandidaten - also Trump und Ted Cruz - ausgetragen werden, doch auch der erzkonservative Cruz ist in der Partei ungeliebt. Möglicherweise würden die Republikaner dann den gemäßigten und in Ohio siegreichen John Kasich ins Rennen schicken - der bislang aber kaum die Unterstützung der Basis hat.
  • Eine Rolle könnten auch so genannten Super- sowie "ungebundenen" Delegierte spielen, die ihre Kandidatenwahl frei treffen dürfen und sich nicht dem Ergebnis in den Bundesstaaten beugen müssen. Oft handelt es sich dabei um hohe Parteifunktionäre oder früheres Spitzenpersonal. Sie stellen zwar nur einen geringen Teil der Delegierten, aber könnten das Zünglein an der Waage spielen.
  • Seit 2012 gilt, dass die republikanischen Kandidaten die Delegiertenmehrheit in acht Bundesstaaten haben müssen. Donald Trump erfüllt die Vorgabe mit Leichtigkeit, aber um die Konkurrenz zu vergrößern, könnte die Parteiführung diese Regel wieder außer Kraft setzen.

Ob die Republikaner tatsächlich das Votum der Parteibasis ignorieren werden, um Trump in allerletzter Minute zu verhindern, ist nicht undenkbar. Einige Spitzenfunktionäre spielen mehr oder weniger offen mit diesem Gedanken. Doch der Preis für solch eine Entscheidung wäre hoch: Der alternative Kandidat würde schon geschwächt in den eigentlichen Wahlkampf ziehen und die Republikanische Partei wäre gespalten. Donald Trump versucht daher sich die Rückendeckung von innerparteilichen Gegnern zu holen, um einen Bürgerkrieg innerhalb der Grand Old Party zu verhindern. Seine Anhänger jedenfalls haben bereits mehrfach bewiesen, wie wenig zimperlich sie sind. 

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