Er will seine Auslieferung nach Schweden unbedingt verhindern. Deshalb hat sich der umstrittene Netzaktivist in London in die Botschaft von Ecuador geflüchtet und dort politisches Asyl beantragt.
Unmengen vertraulicher Daten der US-Militärberatung Stratfor sind vor zwei Monaten in die Hand von Anonymous-Hackern geraten. Diese haben das Material an Wikileaks übergeben. Die Enthüllungsplattform will die Informationen jetzt ins Internet stellen.
Top-geheime US-Dokumente landeten massenhaft im Internet - und er soll schuld daran sein. Erstmals seit seiner Verhaftung im Mai 2010 kann sich der Obergefreite Manning vor einem Gericht zu den Anschuldigungen äußern. Doch viele befürchten ein unfaires Verfahren.
Julian Assange schöpft alle juristischen Mittel aus, um der Auslieferung von Großbritannien nach Schweden zu entgehen. Der Wikileaks-Gründer ruft jetzt auch noch das oberste britische Gericht an. Ausgang: ungewiss.
Sein Anwalt hatte mit dem Urteil gerechnet: Julian Assange darf laut dem Londoner High Court an Schweden ausgeliefert werden. Der Wikileaks-Gründer reagierte nur mit einem kurzen Statement. Von Swantje Dake
Julian Assange hat im Alter von 39 Jahren schon die halbe Welt gegen sich aufgebracht. Wer ist der Mann, der geheime Dokumente an die Öffentlichkeit zerrt und Wikileaks ein Gesicht gibt? Von Niels Kruse
Überraschend meldet sich nach seiner Verhaftung Assanges Heimatland Australien zu Wort: Nicht der 39-Jährige, sondern die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Enthüllungen.
Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine Enthüllungsplattform verteidigt. In einem am Mittwoch in der Tageszeitung "The Australian" veröffentlichten Beitrag schrieb der 39-Jährige, Wikileaks sei wichtiger denn je und Menschenleben seien mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente nicht in Gefahr gebracht habe.
Nach der Veröffentlichung geheimer US-Diplomatenberichte sieht sich Wikileaks-Gründer Julian Assange nach eigenen Angaben Todesdrohungen ausgesetzt. Er treffe entsprechende Vorkehrungen, um sich zu schützen, soweit dies in der Auseinandersetzung mit einer Weltmacht möglich sei, erklärte Assange.
Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri wurde von US-Agenten nach Afghanistan verschleppt. Doch kein CIA-Mitarbeiter wurde dafür festgenommen und ausgeliefert. Neue Wikileaks-Enthüllungen zeigen jetzt den Grund: Washington drohte Berlin mit harten Konsequenzen.
Die vertraulichen Depeschen, die Wikileaks zuletzt veröffentlicht hat, hätten nach Meinung der Deutschen unter Verschluss bleiben sollen. Nichtsdestotrotz, so ergab eine stern-Umfrage, habe das Verhältnis zu den USA nicht gelitten.
Die Wikileaks-Enthüllungen und die Nachricht über den Maulwurf in der Partei haben den Umfrage-Werten nicht gut getan, die FDP rutscht erneut aufs Jahrestief von 4 Prozent. Gewinner der Woche ist mit einem Punkt die SPD, sie steht nun bei 23 Prozent. Damit liegen Rot-Grün sechs Punkte vor Schwarz-Gelb.
Seit einer Woche veröffentlicht Wikileaks US-Depeschen - unbeirrt von der Jagd auf ihren Kopf Julian Assange und die Serverprobleme. Jetzt wurde eine Liste mit Einrichtungen ins Netz gestellt, die die USA als potenzielle Terrorziele einstuft. Darunter auch deutsche Unternehmen und eine nordfriesische Insel.
Die FDP versucht derzeit mit allen Mitteln, die "Affäre Metzner" kleinzureden und stellt sich hinter Westerwelles Ex-Büroleiter. Doch Parteivorstand Wolfgang Kubicki schießt quer: Er fordert die fristlose Entlassung des FDP-Maulwurfs.
Westerwelles Büroleiter muss es gewesen sein: Der Mann, der Unvorteilhaftes über den FDP-Chef den Amerikanern verriet, heißt Helmut Metzner. Und ist dank Wikileaks nun seinen Job los. Von Hans Peter Schütz
Das ging schnell: Nur wenige Tage nachdem über Wikileaks bekannt geworden war, dass in der FDP ein "aufstrebendes Parteimitglied" Interna an die USA verraten hat, ist der Täter enttarnt worden - der 41-Jährige ist ein Intimus des Parteichefs.
Berlin arbeitet die US-Depeschen auf - und gibt sich total locker. Allen voran Außenminister Guido Westerwelle. Seine Zurückhaltung hat auch einen Grund, den er nicht an die große Glocke hängt. Von Hans Peter Schütz
Neben Angela Merkels Regierungssprecher bemühte sich besonders Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) um Gelassenheit angesichts der neuesten Wikileaks-Veröffentlichungen. Mit den harschen Beurteilungen durch die Diplomaten haben die beiden kein Problem. Wohl aber mit einer anderen Tatsache.
Weltweit zittern Politiker aus Angst vor der bevorstehenden Veröffentlichung geheimer US-Dokumente. In Deutschland soll Außenminister Guido Westerwelle sein Fett abbekommen. Die Auswirkungen sind laut US-Botschafter Philip Murphy nicht abzusehen, es werde aber unangenehm.
Seit einer Woche veröffentlicht Wikileaks US-Depeschen - unbeirrt von der Jagd auf ihren Kopf Julian Assange und die Serverprobleme. Jetzt wurde eine Liste mit Einrichtungen ins Netz gestellt, die die USA als potenzielle Terrorziele einstuft. Darunter auch deutsche Unternehmen und eine nordfriesische Insel.
In der Serie der Enthüllungen der Internet- Plattform Wikileaks ist jetzt auch ein höchst gefährlicher Zwischenfall aus Libyen publik geworden: Der Staatschef Muammar al-Gaddafi soll im Vorjahr mehrere Kilogramm hochgiftiges radioaktives Material aus Verärgerung in dünnen Behältern und kaum abgesichert gelagert haben.
Pikantes Detail aus den Wikileaks-Dokumenten: Nicolas Sarkozy soll sich vor der Trennung von seiner zweiten Frau Cécilia oft "unausgeglichen und empfindlich" gezeigt haben. In einem Telegramm hegte die US-Botschaft in Paris sogar Zweifel an der Konzentrationsfähigkeit des französischen Präsidenten.
Grausamkeit, Misstrauen und Verschwörungen: Die Wikileaks-Dokumente geben einen Einblick in die Intrigen-Kultur arabischer Politik. Die dortigen Herrscher versuchen die beschämenden Erkenntnisse einfach zu ignorieren.
US-Diplomaten verfügen offenbar über gesunden Menschenverstand und kennen wenig Skrupel. Die Enthüllung ist kein Skandal, sondern politischer Lehrstoff bester Güte. Ein Kommentar von Frank Thomsen
Wie wirkt sich die akutelle Wikileaks-Veröffentlichung auf die internationalen Beziehungen aus? Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, fürchtet, dass amerikanischen Diplomaten künftig wichtige Informationen vorenthalten werden. Ein deutscher Außenpolitiker spricht von "beträchtlichem Flurschaden".
Afghanistans Präsident Karsai von "Paranoia" getrieben, Russlands Premier Putin ein "Alpha-Rüde": Die US-Depeschen im Besitz von Wikileaks bergen höchst Unschmeichelhaftes über die Mächtigen der Welt.
Nach der Veröffentlichung geheimer Diplomaten-Depeschen plant Wikileaks bereits den nächsten Coup. Diesmal will die Internetplattform "unethische Praktiken" in einer US-Großbank offenlegen.
Krieg kann gehandhabt werden wie ein Computerspiel: Das belegt nun das "Wikileaks"-Video zu einem Angriff von US-Soldaten im Irak. Einen besonderen Zynismus zeigen die Zitate der Soldaten. Von Sönke Wiese
Fast 400.000 geheime Militärberichte zum Irak-Krieg hat Wikileaks ins Internet gestellt. Initiator Julian Assange sieht klare Beweise für Kriegsverbrechen. Die USA schäumen vor Wut und spielen alles herunter.
Immer wieder sorgt die Internet-Seite Wikileaks für Schlagzeilen. Zweck des offenen Netzwerks ist, mehr oder minder geheime und vertrauliche Unterlagen zu veröffentlichen. Der hehre Anspruch: Die Öffentlichkeit soll die Machenschaften von Regierungen und Firmen besser kontrollieren können. Von Hans-Martin Tillack
Bei Vertragsschluss für das Lkw-Mautsystem hat die frühere rot-grüne Regierung dem Toll-Collect-Konsortium eine satte Milliardenrendite zugesagt. Das belegen bisher geheime Dokumente, die dem stern vorliegen.
Unmengen vertraulicher Daten der US-Militärberatung Stratfor sind vor zwei Monaten in die Hand von Anonymous-Hackern geraten. Diese haben das Material an Wikileaks übergeben. Die Enthüllungsplattform will die Informationen jetzt ins Internet stellen. mehr...
Wikileaks-"Maulwurf" Bradley Manning spricht vor Militärgericht Wikileaks-Gründer Assange legt erneut Berufung gegen Auslieferung ein High Court genehmigt Auslieferung Für Assange wird es engNeue Fragen
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