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Ecuador will Assange nach Schweden bringen

Offenbar versucht die ecuadorianische Regierung die Situation um ihren prominentesten Asylanten zu entspannen. Unter dem Schutz des Landes soll Julian Assange nach Schweden gebracht werden.

  Ecuadors Präsident Rafael Correa verteidigte auf einer Pressekonferenz am Samstag den Wikileaks-Gründer gegen die Vergewaltigungsvorwürfe.

Ecuadors Präsident Rafael Correa verteidigte auf einer Pressekonferenz am Samstag den Wikileaks-Gründer gegen die Vergewaltigungsvorwürfe.

Im festgefahrenen Streit um das Schicksal von Wikileaks-Gründer Julian Assange zeichnet sich möglicherweise eine Kompromisslösung ab. Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño gab bekannt, er werde am 27. September am Rande der UN-Vollversammlung in New York mit seinem britischen Amtskollegen William Hague über den Fall beraten.

Sein Vorschlag: Assange, der seit Wochen in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt und Asyl des Landes genießt, könnte unter dem Schutz seines Landes in Ecuadors Botschaft in Schweden gebracht werden. Möglicherweise könnten die Nachstellungen der schwedischen Justiz auch bei einem Treffen in der ecuadorianischen Botschaft in Stockholm erfolgen, sagte der ecuadorianische Außenminister. Die dortige Justiz sucht den 41-jährigen Australier wegen mutmaßlicher Sexualdelikte mit EU-weitem Haftbefehl. Eine Anklage liegt bislang nicht vor. Assange soll lediglich vernommen werden.

Assange befürchtet, letzten Endes in die USA ausgeliefert zu werden, weil Wikileaks Zehntausende geheimer US-Depeschen im Internet veröffentlicht hatte. Großbritannien verweigert dem Wikileaks-Gründer freies Geleit, um das Land gen Lateinamerika zu verlassen. Patiños Vorschlag zielt nun darauf ab, alle Interessen unter einen Hut zu bringen: Assange könnte aus Großbritannien ausreisen und in Schweden gerichtlich belangt werden, bliebe aber weiter unter diplomatischem Schutz.

swd/DPA/AFP/DPA

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