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13. Februar 2009, 20:42 Uhr

Konjunkturpaket unter Dach und Fach

Nach dem US-Repräsentantenhaus hat auch der Senat das 787 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm des neuen Präsidenten Barack Obama abgenickt. Damit kann Obama das Paket zügig unterschreiben.

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Erfolg für Barack Obama: Der US-Kongress hat das Konjunkturpaket abgesegnet. Der US-Präsident flog danach mit seiner Familie über das Wochenende nach Chicago© Shawn Thew/DPA

Aufatmen für US-Präsident Barack Obama: Das Konjunkturpaket, mit dem er die ins Trudeln geratene Wirtschaft wieder ankurbeln will, hat nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat abgesegnet. Der Senat stimmte mit 60 zu 38 Stimmen für das Programm. Mit den Maßnahmen will Obama 3,5 Millionen Arbeitsplätze neu schaffen oder sichern, was in etwa der Summe der seit Dezember 2007 verloren gegangenen Stellen entspricht.

Die beiden Kammern hatten sich nach wochenlangen Verhandlungen auf eine Kompromissversion des Pakets verständigt. Dies soll im Kampf gegen die Rezession Konsum und Investitionen in der weltgrößten Volkswirtschaft ankurbeln. Der Arbeitsmarkt gehört zu den dringendsten Problemen der USA, deren Wirtschaft zu zwei Dritteln vom Konsum lebt. Obama und seine Berater haben wiederholt erklärt, die Wiederbelebung werde Zeit brauchen.

"Buy American"-Passus abgeschwächt

Rund ein Drittel der Summe fließt in Steuersenkungen, von denen vor allem die Mittelschicht profitiert. Der andere Teil geht in Investitionen in die Infrastruktur. Nach scharfer Kritik wurde zudem der "Buy American"-Passus abgeschwächt, wonach bei geförderten Bauarbeiten ausschließlich Materialien aus US-Produktion eingesetzt werden sollten. Japan, die EU und Kanada hatten vor protektionistischen Klauseln gewarnt.

Die Republikaner kritisierten an dem Paket, dass es zu viele Ausgaben und zu wenig Steuersenkungen gab. Im Repräsentantenhaus stimmte daher auch kein einziger Republikaner für das Paket, im Senat waren es drei. Damit erlitt Obama trotz der Zustimmung eine Schlappe, da er sich für eine Partei übergreifende Zustimmung eingesetzt hatte.

Senat-Abstimmung verzögerte sich wegen eines Trauerfalls

Die Abstimmung im Senat verzögerte sich, weil der demokratische Senator Sherrod Brown aus Ohio anreisen musste, um seine entscheidende Stimme abzugeben. Er hatte dort an einem Gedenkgottesdienst für seine verstorbene Mutter teilgenommen. Das Weiße Haus arrangierte ein Flugzeug der Regierung, um ihn nach Washington zu fliegen.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
arniston (15.02.2009, 06:31 Uhr)
oh-bama
obama könnten wir auch richtig gebrauchen..
und nicht wie aus der retorte
franz - walker - steinmeier..

Julian2225 (14.02.2009, 08:43 Uhr)
Verantwortungsvoll?
Zui1 ich gebe ihnen Recht wenn sie von verantwortungsloser amerikanischer Politik sprechen aber gleichzeitig die verantwortungsvolle europaeische Politik zu preisen ist ein paradox! Denn auch wenn die Amis schneller untergehen koennen (wirtschaftlich) koennen sie auch (Nicht mit Obamas stimulous plan wohlbemerkt) sehr schnell wirtschaftlich wieder auferstehen weil die Economy hier ganz anders strukturiert ist! (Waehrend die Talfahrt in Deutschland z.B. noch eine Zeitlang anhalten wird.)
Was uebrigens auch heisst das die staatliche Stimulierung der deutschen Wirtschaft so nicht funktioniert wie man sich das von den Amis abguckt. (Hier ist im groben Sinne fast alles auf Dienstleistungbasis, in Deutschland nicht!)
Aber seis drum, mit Obamas Plan wird es auch nicht aufwaerts gehen, i.e. werden auch nicht die noetigen Arbeitsplaetze geschaffen werden, da war sogar der daemliche Entwurf von Georgie Boy und Konsorten besser! Da waere es sogar sinnvoller gewesen einer jeden amerikanischen Familie einen anteiligen Scheck dieses Stimulous package zukommen zu lassen...die haetten dann ja zumindest den hawaiianischen Tourismus ankurbeln koennen... :-)
Dirk_37 (14.02.2009, 02:07 Uhr)
@zui1
Waren Sie jemals in Hawaii? Ich schon, sogar ziemlich lange: keine "poor Krauts" sondern eher eine Menge "rich Japs"!!!:-)
MfG Dirk
ziu1 (14.02.2009, 01:06 Uhr)
Aus - der Traum
Über 2 Generationen war der "american way of life" der Traum aller armen Europäer.
Bald ist es so weit, daß sich die "poor krauts" in den Luxusdampfern nach Hawai schippern lassen, was sich die armen Amis nicht mehr leisten können.
Ein Ergebnis verantwortungsvoller europäischer und verantwortungsloser amerikanischer Poöitik
gmathol (13.02.2009, 23:30 Uhr)
Es ist erst der Anfang und die Dollar Druckerei hat viel zu tun.
Wer das Gesetz gelesen teilweise studiert hat wird wissen das dies nicht die notwendige Erloesung fuer den US Arbeitsmarkt bringen kann.
Gepaart mit der Pflege von anderen Blasen wie die CDS-Blase, Kredit-Karten-Blase und Haus-Blase wird wohl der komplette Zusammenbruch der US Wirtschaft in weniger als einem Jahr erreicht
werden.
Deutsche US Importeuere sollten sich schleunigst um andere Maerkte bemuehen. Hier ist nichts mehr zu gewinnen oder zu holen.
Die deutsche Auto-Industrie kann einpacken.
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