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Griechische Demonstranten attackieren deutsche Delegation

Sie fürchten um ihre Jobs und sehen in Angela Merkel die Schuldige: Griechische Arbeiter haben in Thessaloniki eine deutsche Delegation angegriffen. Den Konsul übergossen sie mit Wasser und Kaffee.

  Die Polizei muss in Thessaloniki wütende Demonstranten mit Gewalt von einer deutschen Gesandtschaft fernhalten

Die Polizei muss in Thessaloniki wütende Demonstranten mit Gewalt von einer deutschen Gesandtschaft fernhalten

In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki ist es am Rande eines Treffens von Bürgermeistern aus Deutschland und Griechenland zu Zusammenstößen von Bediensteten der Kommunen mit der Polizei gekommen. Dabei wurden nach Augenzeugenberichten Mitglieder der deutschen Delegation, darunter der Konsul Deutschlands in Thessaloniki, verbal attackiert. Griechische Nachrichten-Internetseiten zeigten kurze Videoaufnahmen von den Ausschreitungen und den Beschimpfungen der eintreffenden Teilnehmer.

Laut Polizei übergossen die Demonstranten Konsul Wolfgang Hoelscher-Obermaier mit Kaffee und Wasser. Verletzt wurde nach Krankenhausangaben niemand. Einige Demonstranten, die gegen Entlassungen im öffentlichen Dienst protestierten, skandierten demnach Parolen wie "Zusammen Nazis rausschmeißen". Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt, Festnahmen gab es nicht.

Die Beamten setzte Schlagstöcke und Tränengas ein, um die rund 250 Menschen vor dem Gebäude zu zerstreuen. Bereitschaftspolizisten stellten sich schützend vor den Konsul, der das Gebäude betreten wollte. Am frühen Nachmittag entspannte sich die Lage. Die rund 300 Demonstranten zündeten eine Fahne der EU vor dem Büro des Bürgermeisters der Hafenstadt an und gingen auseinander, wie Augenzeugen berichteten.

Staatsangestellte fürchten drohende Entlassungen

Hintergrund der Ausschreitungen waren bevorstehende Entlassungen im Bereich des Staates und der Kommunen im von der Pleite bedrohten Land. In Griechenland machen viele Menschen die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel für die eingeleiteten Sparmaßnahmen verantwortlich. Zudem hatte am Vortag der Parlamentarische Staatssekretär im Arbeitsministerium, Hans-Joachim Fuchtel, in Thessaloniki - um auf die geringe Produktivität in Griechenland aufmerksam zu machen - erklärt, dass 1000 deutsche Arbeitnehmer die Arbeit von 3000 Griechen leisteten. Dies wurde seinen Worten nach missverstanden. Eine offizielle Erklärung des Konsulats lag nicht vor. "Jeder hat das Recht zu demonstrieren", erklärte Fuchtel dem Staatsradio zufolge.

Fuchtel fördert die Zusammenarbeit deutscher und griechischer Kommunal- und Regionalpolitiker. Dem Netzwerk gehören auch Vertreter der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft an. Durch Partnerschaften von Kommunen, Regionen, Wirtschaftskammern und Gruppen sollen auf lokaler Ebene Reformen vorangetrieben werden.

Die Eurozone will Griechenland zwei weitere Jahre zur Erfüllung seiner Sparauflagen einräumen, über die Finanzierung dieses Aufschubs gibt es jedoch noch keine Einigung.

cjf/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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