Was hat er falsch gemacht?
In seiner Amtszeit wurde die griechische Schuldenkrise offenbar, die Papandreou zum größten Teil von seinen Vorgängerregierungen geerbt hat. Im Rahmen seiner Möglichkeiten setzte er harte Sparmaßnahmen um - doch bei den europäischen Partnern kamen immer wieder Zweifel auf, ob er konsequent genug ist und das Problem in den Griff bekommt. Im Großen und Ganzen war er aber wohl der richtige Mann zur richtigen Zeit. Nur: Die ist jetzt abgelaufen.
Was hätte er besser machen können?
Durch das Hickhack um ein Referendum hat er seine Glaubwürdigkeit schwer beschädigt: Mit der Ankündigung, die Bevölkerung über die Reformen abstimmen zu lassen, hat er zunächst die EU-Partner brüskiert. Und mit der ebenso spontanen Absage seine eigene Bevölkerung.
Schön, dass er weg ist?
Dass es nun eine Übergangsregierung gibt, an der sich die beiden großen Parteien beteiligen, sieht nach Konsens aus. Doch in einigen Monaten stehen Neuwahlen an. Gut möglich, dass dann der populistische Oppositionsführer Antonis Samaras ans Ruder kommt. Der war bereits schon einmal an der Macht - und hatte damals gefälsche Haushaltszahlen nach Brüssel gemeldet. Möglicherweise wird man sich nach Papandreou noch einmal zurücksehnen.
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