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Taliban töten immer häufiger Kinder und Frauen

Der Afghanistan-Krieg kostet immer mehr Unbeteiligte das Leben: Laut UN ist die Zahl ziviler Opfer in der ersten Jahreshälfte deutlich gestiegen. Schuld daran seien vor allem die Taliban. Sie würden sogar Kinder öffentlich hinrichten.

  Ein afghanischer Junge hilft bei der Ernte: Besonders Kinder leiden unter der Gewalt am Hindukusch

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Anschläge und Angriffe der Aufständischen in Afghanistan haben erneut zu einer dramatischen Zunahme von zivilen Opfern geführt. Betroffen seien immer mehr Kinder, teilte die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) am Dienstag in Kabul mit. Dagegen habe die Zahl der Zivilisten, die bei Militäroperationen getötet oder verletzt werden, deutlich abgenommen.

"Afghanische Kinder und Frauen tragen zunehmend die Hauptlast dieses Konflikts", sagte der UN-Sondergesandte in Afghanistan, Staffan de Mistura. "Sie werden in ihren Häusern und Gemeinschaften in größerer Zahl getötet und verletzt als je zuvor." Unter den Opfern von Gewalttaten der Extremisten im ersten Halbjahr 2010 seien 55 Prozent mehr Kinder und sechs Prozent mehr Frauen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Bis Ende Juni 1271 Unbeteiligte getötet

Insgesamt seien im ersten Halbjahr dieses Jahres 31 Prozent mehr Zivilsten getötet und verletzt worden als in den ersten sechs Monaten 2009, heißt es im Unama-Halbjahresbericht zum "Schutz von Zivilisten im bewaffneten Konflikt". Bis Ende Juni hätten Aufständische oder ausländische und einheimische Sicherheitskräfte 1271 Unbeteiligte getötet, weitere 1997 seien verletzt worden.

Rebellen wie die radikal-islamischen Taliban seien für 76 Prozent dieser Fälle verantwortlich, was einer Zunahme um 53 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 entspreche, erklärte die Unama. Ausländische und einheimische Sicherheitskräfte haben den Angaben zufolge 12 Prozent der zivilen Opfer zu verantworten. Das sei ein Minus von 30 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die fehlenden 12 Prozent wurden keiner der Konfliktparteien zugeordnet.

Selbst Kinder öffentlich hingerichtet

Bei Militäroperationen starben die meisten Zivilisten weiterhin durch Luftangriffe. Die Zahl der zivilen Opfer bei Luftschlägen sei aber durch veränderte Einsatzregeln der ausländischen Truppen um 64 Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Zivilisten, die von den Taliban gezielt ermordet oder hingerichtet worden seien, habe sich beinahe verdoppelt, teilte die Unama weiter mit. Die Extremisten hätten selbst Kinder öffentlich hingerichtet. Zu einer Zunahme der zivilen Opfer habe auch geführt, dass die Taliban mehr, größere und technisch ausgereiftere Sprengfallen einsetzten. 29 Prozent der getöteten Zivilisten starben bei der Explosion solcher selbst gebauter Sprengsätze.

Die Unama rief die Taliban-Führung dazu auf, alle Befehle zum Töten von Zivilisten zurückzuziehen und auf den Einsatz von Sprengfallen und Selbstmordattentätern zu verzichten. Auch müssten die Aufständischen aufhören, Zivilisten als lebende Schutzschilder einzusetzen. Die internationalen Truppen sollten vor allem ihre Untersuchungen von zivilen Opfern transparenter gestalten.

mad/DPA/DPA

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