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Ägypter stimmen über die Zukunft ihres Landes ab

Steht Ägypten kurz davor, ein islamischer Gottesstaat zu werden? Die letzte Runde der Volksabstimmung über den umstrittenen Verfassungsentwurf hat begonnen - Präsident Mursi rechnet mit Zustimmung.

  Anstehen zum Abstimmen. Noch 17 von 27 ägyptischen Provinzen müssen über das Verfassungsreferendum entscheiden.

Anstehen zum Abstimmen. Noch 17 von 27 ägyptischen Provinzen müssen über das Verfassungsreferendum entscheiden.

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Samstagmorgen in Ägypten die zweite und letzte Runde der Volksabstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Das ägyptische Staatsfernsehen zeigte - wie schon zum Auftakt vor einer Woche - Warteschlangen vor den Wahllokalen, die pünktlich um 7 Uhr MEZ öffneten.

Der Streit um den von Muslimbrüdern und Salafisten erarbeiteten Entwurf hat Ägypten tief gespalten. Die regierenden Islamisten um Präsident Mohammed Mursi haben die Menschen aufgefordert, für den Verfassungsentwurf zu stimmen. Die liberale Opposition ist dagegen. Sie sieht in dem Regelwerk den ersten Schritt in Richtung islamischen Gottesstaat. Frauen und Minderheiten wie Christen sehen ihre Rechte beschnitten. Die Islamisten betrachten das neue Grundgesetz dagegen als einen entscheidenden Schritt in Richtung Demokratie. Die Verabschiedung einer Verfassung ist die Vorraussetzung für Parlamentswahlen.

Dörfer werden wohl für Referendum stimmen

In 10 der 27 ägyptischen Provinzen ist bereits abgestimmt worden. Nun sind die rund 25 Millionen Wähler in den restlichen Provinzen auf dem Land an der Reihe. Es wird mit einer deutlichen Zustimmung gerechnet, denn in den Dörfern und Kleinstädten haben die Islamisten einen noch stärkeren Rückhalt als in den Großstädten. Abgestimmt wird nun unter anderem in den Städten entlang des Suez-Kanals, in der Touristenstadt Luxor und in Gizeh. Nach inoffiziellen Ergebnissen stimmten in der ersten Runde 56 Prozent für die Verfassung. Die Opposition beklagt allerdings, die Muslimbrüder hätten Wahlzettel gefälscht und Wähler bedrängt.

Erst am Freitag hatte es wieder gewalttätige Proteste gegen die Islamisten gegeben. Dabei waren in der Hafenstadt Alexandria Dutzende Menschen verletzt worden. Für die Volksabstimmung wurden 120.000 Soldaten mobilisiert, die weitere rund 130.000 Polizisten unterstützen sollen.

mlr/DPA/Reuters/AFP/DPA/Reuters

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