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Syrische Marine bedrohte deutsches Spionageschiff

Sie waren zur "Informationsgewinnung" im Mittelmeer unterwegs - doch dann blickte die Besatzung des deutschen Flottendienstbootes "Alster" in den Lauf der Bordkanone eines syrischen Kriegsschiffes. Der Vorfall, der sich laut Medienbericht im Dezember ereignete, wurde erst jetzt bekannt.

  Spionageschiff der Marine: Das Foto zeigt ein Schwesterschiff der "Alster" namens "Oker"

Spionageschiff der Marine: Das Foto zeigt ein Schwesterschiff der "Alster" namens "Oker"

Ein deutsches Spionageschiff ist einem Pressebericht zufolge im östlichen Mittelmeer von der syrischen Marine bedroht worden. Ein syrisches Kriegsschiff habe Ende Dezember seine Bordkanone auf das Flottendienstboot "Alster" gerichtet, als dieses 15 Seemeilen, das entspricht 28 Kilometern, vor der Küste unterwegs war, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Demnach ist die "Alster", die zum 1. U-Boot-Geschwader im Ostseehafen Eckernförde gehört, mit 85 Mann Besatzung seit Anfang November im östlichen Mittelmeer zur Informationsgewinnung unterwegs.

Da es sich nicht um einen bewaffneten Einsatz handelt, befindet sich das Schiff ohne Kenntnis des Bundestags vor Syrien. Der Verteidigungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, übte Kritik an der Geheimhaltung des Einsatzes.

"Zu prüfen ist, ob ein solcher Einsatz ein Mandat des Bundestags braucht", sagte Nouripour dem "Spiegel". Auf jeden Fall müsse das Parlament informiert werden. Die Flottendienstboote sammeln mit Hilfe von akustischen und optischen Sensoren Informationen, die sie an das Kommando Strategische Aufklärung weitergeben.

seh/AFP/AFP
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