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Sechs Jahre nach seiner Gründung hat das renommierte Projekt "Exit", das erfolgreich Neonazis beim Ausstieg aus der Szene berät, kein Geld mehr. Und ausgerechnet jetzt werden die Schläger von einst salonfähig.
Die rechtsextreme Mordserie bringt nicht nur die Staatsorgane ins Wanken - sie zeigt: Neonazis setzen der Gesellschaft mehr zu, als sie wahrhaben will.
Der Berliner Rechtsextremismus-Experte Bernd Wagner fordert einen realistischen Umgang mit dem Wunsch, die NPD zu verbieten.
Sie kämpft gegen Rechtsradikale und mit Geldsorgen: "Exit", erfolgreiche und anerkannte Aussteiger-Initiative für Neonazis. Nun ist die Finanzierung vorerst gesichert. Kenner der Szene atmen auf.
Der Staat hat seine Hilfe gestoppt: "Exit", das Aussteigerprogramm für Neonazis, kämpft ums Überleben. 300 Menschen hat Exit bisher beraten - zum Beispiel Manuel Bauer, der Andersdenkende verprügelt und eine Dönerbude angezündet hat. Inzwischen weiß er: "Ich habe viel gutzumachen."
Sie gehören zum Prekariat, wissen nicht, wie Sie in Zukunft über die Runden kommen sollen oder stecken schon tief drin in der Hartz-IV-Hölle? Das ist traurig, doch jetzt gibt es einen kleinen Trost: Der Überlebensratgeber "Berlin für Arme" lotst Sie fortan durch den Wo-gibt-es-was-billig-oder-für-umsonst-Dschungel.
Im August 2000 hat der stern seine Leser aufgerufen, sich auch finanziell gegen rechten Terror und Gleichgültigkeit zu engagieren. So entstand die Aktion "Mut gegen rechte Gewalt". Auch Sie können sich beteiligen.
Der vereitelte Anschlag von München beweist: Die Rechtsradikalen formieren sich neu. In kleinen Zellen organisiert, wollen sie den Staat treffen.
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