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Die Bundeswehr ist für viele Freiwillige offenbar nicht attraktiv genug. Mehr als ein Viertel von ihnen bricht den Dienst in der Truppe vorzeitig ab. Verteidigungsminister Thomas de Mazière, gerade auf Truppenbesuch in Afghanistan, sieht dennoch keine Rekrutierungsschwierigkeiten.
Der Bundeswehr steht die radikalste Reform seit ihrer Gründung bevor: Die Truppe soll 45.000 Soldaten verlieren, das Ministerium schrumpft um 1500 Stellen. Unklarheit herrscht über die Finanzierung.
Der Bundestag hat die Aussetzung der Wehrpflicht beschlossen. Nun soll niemand mehr ohne seine Zustimmung zur Bundeswehr einberufen werden.
"Ich muss zum Bund" - dieser Satz hat über Jahrzehnte einen nicht immer willkommenen Einschnitt im Leben junger Männer markiert. Künftige Generationen können ihn aus ihrem Vokabular streichen. Laut dem Verteidigungsministerium sollen schon ab Januar zum vorerst letzten Mal Wehrpflichtige eingezogen werden.
Mitte kommenden Jahres wird die Wehrpflicht für Männer ausgesetzt. Das hat die Koalition beschlossen. Die Bundeswehr wird damit ihren Charakter grundlegend verändern, sie wird nun zu einer Berufs- und Freiwilligenarmee. Außerdem einigten sich Union und FDP auf eine Vereinfachung des Steuerrechts, andere strittige Themen wurden vertagt.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht bei der künftigen Truppenstärke der Bundeswehr nur wenig Spielraum.
Die Spitzen von CDU und CSU haben sich einem Bericht zufolge auf den Personalumfang für die reformierte Bundeswehr geeinigt.
Verteidigungsminister Guttenberg verteidigt die Bundeswehrreform. Faktisch gäbe es bereits keine Wehrpflicht mehr. Politiker anderer Parteien befürchten, dass die Reduzierung der Streitkräfte der Akzeptanz der Bundeswehr schaden könnte.
Die Pläne von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, die Bundeswehr zu reformieren, stoßen auf Kritik - auch in der Truppe. Kanzlerin Merkel will ihren Minister und seine Vorstellungen dagegen "konstruktiv begleiten".
Die Bundeswehr steht vor dem tiefgreifendsten Umbruch in ihrer 55-jährigen Geschichte - und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg muss ihn leiten. Auf 163.500 Mann will er die Armee reduzieren und die Wehrpflicht aussetzen.
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