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Warum Zehntausende Franzosen Brigitte Macron ans Geld wollen

Die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron soll nicht den Status einer Première Dame erhalten. Zumindest ist das der Wunsch von Hunderttausenden Franzosen. Warum? 

Franzosen unterzeichnen Petition gegen Status von Brigitte Macron

Der französische Präsident Emmanuel Macron (l.) und die Première Dame Brigitte Macron.

Mehr als 152.000 Franzosen haben bis Sonntagmittag eine entsprechende im Internet unterzeichnet. Thierry Paul Valette, der die Eingabe auf change.org startete und sich als Maler, Autor und "engagierter Bürger" vorstellt, erklärt zur Begründung, es bestehe "keinerlei Grund" für ein eigenes Budget der Frau des Staatschefs aus "öffentlichen Mitteln".

Brigitte Macron verfüge derzeit über ein Team von zwei bis drei Mitarbeitern sowie über zwei weitere Hilfskräfte und zwei Sicherheitsbeamte. Vor dem Hintergrund der von der Regierung propagierten "" müsse das reichen.

Brigitte Macron als Person nicht in der Kritik

Zugleich wendet sich der Text "scharf" gegen "jegliche sexistische Angriffe" gegen Macrons ehemalige Theaterlehrerin an der Schule, die 25 Jahre älter ist als er. Ihre "Kompetenzen" würden "in keiner Weise in Frage gestellt".

Allerdings könne einem Sonderstatus für Macrons Ehefrau "anständigerweise" nicht zugestimmt werden - zumal in einer "Periode der Moralisierung des politischen Lebens" in Frankreich. Die Petition richtet sich an den Staatschef und seinen Premierminister Edouard Philippe.

Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte der seit Mitte Mai amtierende Macron erklärt, seine Frau werde im Fall seines Einzugs in den Elysée-Palast eine "öffentliche Rolle" spielen, dabei aber nicht vom Steuerzahler finanziert werden. Damit solle eine "französische Heuchelei" beendet werden.

Die Frage des Status von Brigitte Macron, die im Elysée residiert, war vergangene Woche Thema in der Nationalversammlung. Dort soll ein Gesetz für "mehr Moral" in der Politik verabschiedet werden - eine Reaktion auf eine Reihe von Korruptionsaffären führender Politiker. 

fs/AFP

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