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Union akzeptiert Gauck als Kandidaten

Der Streit um den Präsidentschaftskandidaten Gauck ist beigelegt. Lesen Sie die Abfolge der Ereignisse im stern.de-Liveticker noch einmal nach.

  Einigten sich auf einen Kandidaten: FDP-Chef Philipp Rösler und Bundeskanzlerin Angela Merkel

Einigten sich auf einen Kandidaten: FDP-Chef Philipp Rösler und Bundeskanzlerin Angela Merkel

+++20:33 Uhr: Union mit Gauck einverstanden+++

Die Union akzeptiert den Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck nun doch als Bundespräsidenten-Kandidaten. Das melden der "Tagesspiegel" und das ZDF.

+++20:16 Uhr: Gespräch mit Opposition verschiebt sich+++

Das eigentlich für 20 Uhr geplante Gespräch zwischen Regierungskoalition und Opposition über die Nachfolge Wulffs verzögert sich. Es sei nun für 20.30 Uhr geplant, verlautet aus Teilnehmerkreisen. Offenbar dauern die Vorgespräche in der Union zunächst noch an.

+++19:38 Uhr: Wie lange hält Schwarz-Gelb noch?+++

Wird der Präsidentenstreit der letzte schwarz-gelbe Krach? Die Koalition sei ernsthaft in Gefahr, erfährt die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am aus Kreisen der Union und der FDP. CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel habe innerhalb der Unionsspitze deutlich gemacht, dass sie den rot-grünen Favoriten Joachim Gauck keinesfalls unterstützen wolle. Die FDP-Spitze will nach DPA-Informationen aber nicht nachgeben und an Gauck festhalten.

+++18:59 Uhr: Gauck ist der Favorit der Bürger+++

Der Favorit von FDP, SPD und Grünen, Joachim Gauck, wäre nach einer Umfrage für knapp die Hälfte der Bundesbürger ein geeigneter Kandidat für das Amt. In einer Infratest-dimap-Erhebung für die Talkshow von Günther Jauch sprechen sich 49 Prozent für den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Gründungschef der Stasiunterlagen-Behörde als Nachfolger von Christian Wulff aus.

Auf Platz zwei der Nennungen landet mit 36 Prozent der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU), der für Union, SPD und Grüne wohl akzeptabel wäre, für die FDP aber nicht. Auf den Rängen drei und vier folgen fast gleichauf die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth (CDU), mit 28 Prozent und der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Altbischof Wolfgang Huber, mit 27 Prozent.

+++18:45 Uhr: Kubicki lästert über Union+++

Der Streit zwischen FDP und Union gewinnt an Schärfe. Der schleswig-holsteinische liberale Fraktionschef Wolfgang Kubicki nennt das Verhalten von CDU und CSU im ZDF "wirklich peinlich". Die Union würde Gauck nur deswegen nicht unterstützen, weil dies einen "Gesichtsverlust" für Bundeskanzlerin Angela Merkel bedeuten würde.

+++18:29 Uhr: Linke wittert Putsch+++

Der schwarz-gelbe Streit amüsiert die Opposition. "Wenn ich das richtig sehe, putscht die FDP zurzeit gegen Frau Merkel", kommentiert Linken-Chef Klaus Ernst.

+++ 16:38 Uhr: Regierung lädt Opposition in Kanzleramt +++

Das ist gewagt: Obwohl sie keinen gemeinsame Kandidaten haben, wollen sich die Spitzen von Union und FDP um 20 Uhr mit SPD und Grünen im Kanzleramt treffen, um über einen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt zu beraten. Das erfährt die Nachrichtenagentur DPA aus Verhandlungskreisen in Berlin. Zwar sei sich die schwarz-gelbe Koalition nicht einig, wen sie favorisiere, dennoch solle mit den beiden Oppositionsparteien gesprochen werden, heißt es.

+++ 15:52 Uhr: Union lehnt Gauck ab +++

Die Reaktion kommt schnell: Die Union wird anders als ihr Koalitionspartner FDP den SPD-Favoriten Joachim Gauck nicht als Bundespräsidentenkandidaten akzeptieren. Das erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Sonntag in Berlin aus Unionskreisen. Der DDR-Bürgerrechtler Gauck, der 2010 gegen den am Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff kandidiert hatte, sei CDU und CSU nicht zu vermitteln, heißt es. Für andere Kandidaten sei die Union offen.

+++ 15:44 Uhr: FDP-Spitze spricht sich für Gauck aus +++

Das ist eine Überraschung: Die FDP-Spitze hat sich einstimmig für den SPD-Favoriten Joachim Gauck als Kandidaten für das Bundespräsidentenamt ausgesprochen. Das beschließt das FDP-Präsidium nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA. Parteichef Philipp Rösler und Fraktionschef Rainer Brüderle würden mit diesem Vorschlag zurück in die Verhandlungen mit der Union gehen.

Die von CDU und CSU vorgeschlagenen Kandidaten - der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber und der CDU-Politiker Klaus Töpfer - wurden im FDP-Präsidium abgelehnt.

+++ Kandidatensuche gestaltet sich schwierig +++

Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Nachfolge für den am Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff gestaltet sich schwierer als erwartet. Am Samstag hatten nach Angaben aus Koalitionskreisen sowohl der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, als auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eine mögliche Kandidatur abgelehnt.

Die Koalition ist bemüht, die Erwartungen an eine rasche Lösung bei der Nachfolgesuche für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff zu dämpfen. Aus Koalitionskreisen verlautete, dass nach derzeitigem Stand eine Beratung mit den Spitzen von SPD und Grünen "eher unwahrscheinlich" sei.

be/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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