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Gauck hält Proteste für "unsäglich albern"

Hunderttausende gingen auf die Straße. Die Anti-Banken-Proteste haben weltweit große Zustimmung gefunden. Er applaudiert nicht: Der ehemalige Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck hält die Demonstranten für Romantiker.

Der ehemalige Beauftragte für die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit, Joachim Gauck, hält die derzeitige Finanzmarkt-Debatte für "unsäglich albern". Bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte er am Sonntag in Hamburg, der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, sei eine romantische Vorstellung.

Die aktuellen Bürgerproteste gegen die Banken und das Finanzsystem werden sich nach seiner Ansicht nicht zu einer dauerhaften Protestbewegung entwickeln. "Das wird schnell verebben", sagte Gauck, der bei der Bundespräsidentenwahl 2010 für SPD und Grüne angetreten war, nach "Zeit"-Angaben. "Ich habe in einem Land gelebt, in dem die Banken besetzt waren." Es sei zu bezweifeln, dass die Bankeinlagen sicherer wären, wenn die Politiker in der Finanzwirtschaft das Sagen hätten.

Weltweite Proteste am Wochenende

Der Unmut über die Macht von Banken und Börsen hatte am Wochenende weltweit Menschenmassen mobilisiert. Allein in Rom waren es mehr als 100.000 Demonstranten. In Deutschland machten Protestierer ihren Unmut vor EZB und Kanzleramt Luft. Die Demonstranten forderten schärfere Regeln für Banken, eine europäische Vermögensabgabe und bessere Arbeitsperspektiven. Einige verlangten auch eine Verstaatlichung der Banken.

mai/DPA/DPA
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