
Jürgen Rüttgers in der Düsseldorfer Staatskanzlei im Gespräch mit den stern-Redakteuren Stefan Braun und Hans-Ulrich Jörges (r.)© Matthias Jung
Keineswegs. Wir haben hier in Nordrhein- Westfalen mit dem Koalitionspartner FDP ein sehr vernünftiges sozialpolitisches Programm auf den Weg gebracht. Ich bin mit meinem Partner sehr zufrieden.
Aber Westerwelle gehört zum nordrheinwestfälischen Landesverband.
Warten Sie es ab. Streit um den richtigen Weg für die Zukunft ist mir willkommen.
Langsam, langsam. Richtig ist: Wenn die Linkspartei in die Parlamente kommt und in Zukunft nur noch Regierungen möglich sind mit drei Parteien, dann hat sich die politische Landschaft in Deutschland radikal verändert. Das würde zu wachsender Instabilität führen. Deshalb ist zuerst mal die SPD aufgerufen, das zu verhindern.
Da haben Sie recht. Auch die Union muss da was tun. Es geht nicht nur um Parteipolitik, sondern um unsere Demokratie.
Man muss Lafontaine beim Wort nehmen. Das ist das Schlimmste, was man ihm antun kann. Dann entblättert sich, dass er nur große Sprüche und leere Versprechungen macht. Im Zeitalter der Globalisierung zu rufen: Wir werden das alles staatlich regeln, ist keine Antwort.
Einspruch. Mit Oskar L. hat das nichts zu tun. Im Übrigen wird die Linkspartei nur wachsen, wenn die SPD falsch reagiert und wie in Nordrhein-Westfalen weiter nach links rückt. Dann landet sie im 20-Prozent- Bunker und kommt nicht mehr raus.
Ich glaube das Gerede von der linken Mehrheit in Deutschland nicht. Sollte die SPD tatsächlich darauf spekulieren, soll es mir recht sein. Ich will die Helmut-Schmidt- Wähler für die CDU gewinnen.
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 37/2007
Sein neues Buch "Die Marktwirtschaft muss sozial bleiben. Eine Streitschrift", Verlag Kiepenheuer & Witsch, ISBN-10: 3462039318, ISBN-13: 978-3462039313, 17,90 Euro
stern - Gespräch mit Folgen Im August 2006 stieß Rüttgers mit seinen Thesen eine heftige Debatte in der CDU an