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5. Januar 2009, 13:21 Uhr

Ski-Unfall "Geisterfahrer"-Vorwürfe gegen Althaus

Bislang hat Althaus nach Auskunft seiner Ärzte vom Montagvormittag "keine Erinnerung an das Unfallgeschehen". Er wisse weder, was kurz vor, noch was nach dem Unfall geschehen sei. Nach seiner Unfallgegnerin habe er sich noch nicht erkundigt. Die Ärzte wollen den 50-Jährigen derzeit keinen massiven Belastungen aussetzen, sondern ihn langsam und vorsichtig in die Wirklichkeit zurückholen.

Erster Zeuge meldet sich

Althaus' Gesundheitszustand habe sich positiv entwickelt, so das Ärzteteam. Er habe seine Orientierung zwar noch nicht voll wiedergefunden und liege noch auf der Intensivstation, sei aber ansprechbar und habe keine Schmerzen. Die Ärzte seien optimistisch, dass der Ministerpräsident keine relevanten bleibenden Schäden zurückbehalten werde. Es werde bereits über eine Verlegung in die Universitätsklinik Jena beraten, einen Zeitpunkt gebe es dafür aber noch nicht.

Die Aufgabe der Staatsanwaltschaft wird das alles nicht leichter machen. Allerdings berichtete die Behörde am Montag, dass es nun doch einen Zeugen gebe, der den Skiunfall beobachtet hat. "Ein Skifahrer hat sich zwei Tage nach dem Unglück bei der Polizei gemeldet. Er wurde bereits befragt", sagte Staatsanwalt Plöbst.

Ferner habe die Obduktion der toten Slowakin ergeben, dass sie an einer massiven Schädelverletzung starb. Die Gutachten der Sachverständigen, die den Unfallhergang klären sollen, werden derzeit erstellt. Ob sie auch die Schuldfrage klären können, wird erst in etwa vier Wochen feststehen.

Zoom
Althaus, Dieter Althaus, Ministerprä,sident, Ski-Unfall, Skiunfall, Riesneralm, Ö,sterreich, Beata C.

© stern.de-Infografik

chs
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KOMMENTARE (10 von 26)
 
faculdoc (08.01.2009, 00:43 Uhr)
Tragödie - Althaus vs Beata C.
Es ist m.E. gar zu verständlich, dass
zu einer derartigen Tragödie die Gefühle und Reaktionen für Anteilnahme und Anwurf hochfahren.Aber das es im Falle von " Katastrophenjunkie" oder " soondecember" die unterste Schublade geistiger Debilität bildet,war in Anbetracht der Situation nicht zu erwarten.Umso mehr kann man,muss man aus ganz sachlichen Aspekten heraus "yomismo " und "sedamon" beitreten. Die vorstehende Info-Grafik (übrigens weltweit bereits veröffentlicht ! ) zeigt eineindeutig,dass Althaus diesen Unfall zu vertreten hat.Da gibt es kein "Shake,Rattle and Roll".Das macht allerdings die noch junge Mutter leider nicht mehr lebendig und hinterlässt bleibende schwere seelische Belastungen für die Familie. Selbst wenn auch hier wieder "diplomatische Bastelei " zu erwarten sein wird, so wird auch Althaus mit dem Gedanken der (objektiv ? ) verschuldeten Tragödie ein Leben lang verbunden sein.
Smithwicks (07.01.2009, 23:14 Uhr)
@Nuechternheit
fahren Sie Ski? Ich gehe auf Grund Ihrer Antworten davon aus, dass Sie es nicht tun. Btw: Ski (DE) oder Schi (AT) nicht Skie. Ich fahre ueber 30 Jahre Ski. Das Skigebiet in dem sich das Unglueck ereignete ist relativ klein, dh. wenn man 2 Tage dort ist ist und ein geuebter Fahrer ist, hat man jede Piste bestimmt 2-3 mal gefahren. Ich kenne keinen Skifahrer der eine Abfahrt wie eine Mt. Everest Besteigung plant, vielmehr ist es so wie ein Sonntagsausflug mit dem Fahrrad - am Anfang laesst man sich von den Begebenheiten leiten und erkundet einfach das Gebiet, spaeter wird man forscher und nutzt so dann die eine oder andere oertliche Begebenheit aus. Nota: wir befinden uns in einem Skigebiet in AT und nicht beim Heliskiing in CDN, dh. es sind "sichere" Pisten. Vor Lawinen oder ploetzlich auftretenden Kanten brauche ich mir keine Sorgen machen, dh. Vorsicht brauche ich erstmal nur darin walten lassen, dass ich selbst und andere nicht zu Schaden kommen. An neuralgischen Stellen stehen Fangzaeune, Polster, Kreuzungen werden durch Hinweisschilder angezeigt, idR. steht auf einem Plakat auch "LANGSAM", wenn es besonders gefaehrlich ist. Ich gehe davon aus, dass Herr Altmann die Abfahrt genossen hat und uebermuetig und voller Schwung von der roten in die blaue Piste hineingeschossen ist - vielleicht um seinen Personenschuetzern die Chance zu geben aufzuschliessen - es ist naemlich nicht mehr weit bis zum Lift. Und da koennte er die Frau uebersehen haben. ----
Skifahren ein Risikosport? Mag sein, die Anzahl der Verletzungen pro Jahr ist ungefaehr genau so hoch wie Verletzungen beim Fussballspiel. Auch ein Risikosport?
Smithwicks (07.01.2009, 22:53 Uhr)
Einseitige pro MP Berichterstattung
Es erstaunt mich von Tag zu Tag, wie einseitig pro MP die Berichterstattung in den deutschen Medien ist. Tatsache ist, dass der Zusammenstoss der beiden Skilaeufer an einer Stelle stattgefunden hat, die der Herr MP nur mit Schwung oder aufsteigend erreichen hat koennen. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Herr Althaus die Mutter fahrlaessig abgeschossen hat. Das wird in 4 Wochen im Abschlussbericht herauskommen, ganz einfach weil es logisch ist. Mit welchen Konsequenzen hat der MP zu rechnen?
Nuechternheit (05.01.2009, 20:37 Uhr)
Alle Vorwürfe sind völlig fehl am Platz !
Ohne hier auf konkrete Beiträge einzugehen, kann ich nur feststellen, dass alle giftigen Mutmaßungen, Unterstellungen völlig ungeeignet sind, um dem für alle Seiten äußerst traurigen und tragischen Unfallgeschehen gerecht zu werden. Was wir hier auf einer Skiepiste miterleben, könnte sich morgen nur mit anderen Mitteln und unter anderen Umständen auf jedem Radweg, jeder Straße, jedem Fußweg, in jedem Stadion und in jeder Arena ereignen.
Im vorliegenden fall sind zwei Menschen zu schwerem Schaden gekommen, einer ist leider tot. Für die Verstorbene haben die Ärzte nicht weniger zu tun versucht als für den Überlebenden, dessen Überleben ja auch nicht gewiss war. Die Ärzte haben also ihre Pflicht wahrgenommen und sie erfüllen sie vollständig. Das ist recht und billig, für jedes Unfallopfer, auch einen Ministerpräsidenten, der hier ganz privat seinen Skiesport betreiben wollte und dabei keinerlei böse Absichten im Schilde führte.
Wir sollten unseren Frust über oft unzumutbare politische Zustände nicht auf die Privatpersonen und ihr privates Umfeld übertragen, denn schon morgen könnten wir uns selbst in einer Sitution wie Herr Althaus oder seine Unfallgegnerin befinden, das dürfen wir nicht vergessen.
Nüchternheit
Nuechternheit (05.01.2009, 20:16 Uhr)
War die weitere Abfahrt nach rechts an der Kreuzung frei?

Ich gehe davon aus, dass sich jeder Skiefahrer vor einer Abfahrt über die einzelnen Pisten, ihre Kreuzungen und Verläufe genau informiert, ähnlich der Planung, die jeder Bergsteiger macht.
Das schließt natürlich den Irrtum im Falle der konkreten Abfahrt nicht absolut sicher aus.
Herr Althaus ist ein erfahrener Skiefahrer. Auch das schützt nicht immer unter allen Umständen vor einem Irrtum. Dennoch glaube ich nicht, dass er diese Kreuzung vor dem Auslauf falsch befahren hätte, wenn er sich nicht genötigt sah, die falsche Richtung einzuschlagen, nämlich die zur blauen Piste bergauf.
Deshalb bewegt mich folgende Frage:
War die weitere Abfahrt auf der roten Piste, nach rechts abbiegend zum Zeitpunkt des Befahrens von Herrn Althaus kurzfristig versperrt und ist er deshalb nach links bergauf gefahren?
Trotzdem ist es rätselhaft, warum man unbedingt mit dem "Gegenverkehr" zusammenstoßen muss, wenn man sich voll konzentriert. Fuhren beide vielleicht viel zu schnell, obwohl langsames Fahren an dieser Stelle geboten und angezeigt war? Wollten beide Fahrer voreinander ausweichen und sind so erst recht kollidiert, wie wir es oft beim Eishockey beobachten können?
Sicher ist an diesem Fall nur eines: Man sollte bei dieser Risikosportart das Tragen eines zugelassenen Helms zu Pflicht machen. Dieser Helm hat Herrn Althaus das Leben gerettet, das seine Unfallgegnerin einbüßte, weil ihr Kopf offensichtlich völlig ungeschützt war.
Vier Kinder haben ihre Mutter verloren, ein Mann seine Ehefrau und ein Unfallgegner wird seinen ruhigen Schlaf verlieren, wenn er die schrecklichen Folgen des Unfalls erst kennen wird. Furchtbar traurig und tragisch zugleich ist diese Sache für alle direkt und indirekt Betroffenen. Ich wünsche dem Überlebenden eine baldige und vollständige Genesung, den Hinterbliebenen der getöteten Mutter viel Kraft und neuen Lebensmut.
Nuechternheit
Katastrophenjunkie (05.01.2009, 16:40 Uhr)
@ soondecember
Sorry, aber so kann nur ein Ski-Muffel schreiben. Autofahren oder zu Fuß gehen kann genauso eine Risiko-"Sportart" sein, wenn man sich für unsterblich oder unverletzlich hält und sich waghalsig aufführt. Das gilt dann auch für die Verkehrsteilnehmer die mit mir "zusammentreffen", selbst wenn sie sich vorsichtig verhalten.
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Wenn man sich jedoch verantwortlich verhält - wie leider die wenigsten Touristen - ist Skisport nicht wirklich gefährlicher! Sowohl beim Autofahren alsauch beim Skifahren braucht man nicht einen gewissen Prozentsatz unvorsichtiger oder unverantwortlicher Leute: Einer reicht vollkommen und man ist fällig.
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Die pure Warscheinlichkeit eines Unfalls ist vielleicht höher als bei anderen Sportarten, denoch zum Risiko wird es erst mit unvorsichtigen/unachtsamen Menschen.
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Können sie von sich behaupten noch niemals irgend jemanden durch Unachtsamkeit gefährdet zu haben?
soondecember (05.01.2009, 15:30 Uhr)
ich bleibe dabei Risikosport
@SethusCalvisius ich möchte mal das Wort absurd bzgl. meiner Argumente zurückweisen, es ist wohlbegründet, man kann meine Argumentation jedoch als strittig oder so bezeichnen.
Ich bin nach wie vor der Ansicht das Abfahrtsskifahren der absolute Risikosport ist, jeder Abfahrtsskifahrer sollte sich dessen bewusst sein und meiner Meinung nach auch im Falle eines Unfalles dieses Risiko als bewusst eingegangen betrachten.
Die 50.000 Skiunfälle mit ärztl./klinischer Behandlung stammen aus einem Fernsehbeitrag, dieses Zahl zeigt jedoch wie unverhältnissmässig hoch die Opferzahlen dieses Funsportes sind.
Fussgänger betreiben natürlich keinen Risikosport, wenn sie die Verkehrsregeln beachten, ist dieses zu Fuss gehen das Grundrisiko des menschlichen Lebens. Frankfurter Fussgänger sind jedoch Risikosportler, da hier grundsätzlich bei Rot über die Strasse gegangen wird, von Jung und Alt, auch mit Gehhilfe oder sogar im Rollstuhl wird bei Fussgängerrot rübergetrottelt. Das nur am Rande z.Thema Fussgänger, es ist übrigends regional sehr unterschiedlich wie Fussgänger die Strasse überqueren, erstmals fiel mir das in Manchester auf, dort gehen nur die Touristen brav bei Grün (wobei mich als Deutschen der Linksverkehr fast umbringt,da schaut man chronisch in die falsche Richtung).
Clearde (05.01.2009, 15:19 Uhr)
Stimmt ja alles
Sicher ist auf jeden Fall dass das Thema Skiunfall total aufgebauscht und damit versucht wurde einen Politiker in ein positiveres Licht zu rücken.
Auch ich schliese mich absolut der Meinung vieler hier an ...was ist mit der Frau ??? Vorverurteilung hin oder her, es wurde kein Gerichtsmedizinisches Gutachten hierzu bekannt gegeben. Daraus liese sich sehrwohl der Nachweis erbringen wer nun wirklich der schuldige ist.
Anhand der bisher gezeigten Videos und Bilder ist dies ja wohl schon eindeutig zu sehen und erklärt sich wohl auch von selbst.
Fragen wir uns also wann endlich der Tag kommt an dem sich jemand hinstellt und seine Erklärung abgibt.
Wie wir ja alle wissen sind wir nur von ehrlichen Menschen und Politikern umgeben die uns nichts verheimlichen und immer die Wahrheit sagen und ganz besonders zu Ihrem Wort stehen.
Also los los....... jetzt könnt ihr mal zeigen wie es wirklich ist oder wie doch Scheibchenweise erst jetzt die Wahrheit ans Licht kommt.
Meine Gedanken sind jedenfalls bei allen Angehörigen und Betroffenen.
Frohes neues Jahr.!
Wahlberechtigter (05.01.2009, 15:09 Uhr)
Untersuchung abwarten
Herr Althaus wollte natuerlich nicht die blaue Piste bergauf fahren. Der Ort des Zusammenpralls zwischen den beiden Skifahrern kann nur das Resultat eines Ausweichmanoevers sein, wobei nicht einmal Frau C. im Fokus von Herrn Althaus war, sondern womoeglich andere Skifahrer. Viele Erklaerungen sind moeglich. Es gilt die Untersuchung abzuwarten.
Sicher scheint aber: Herr Althaus fuhr im kritischen Bereich Pisteneinmuendung zu schnell.
Ich faende es fuer Herrn Althaus tragisch, wenn seine Erinnerung an den Unfall nicht zurueckkehrt, weil dann quasi wie ein Zuschauer vor der Untersuchung sitzt.
Gute Besserung!
SethusCalvisius (05.01.2009, 15:07 Uhr)
soondecember
Auch wenn es beim Skifahren wohl keine offiziellen "Einbahnstraßen" gibt, ist es ja wohl so, dass die Richtung im Normalfall immer "bergab" ist. Das heißt, dass man, wenn man denn wirklich meint, bergauf fahren zu müssen, das nur mit äußerster Vorsicht tun darf. Das ist, immer angenommen, der Unfall hat sich tatsächlich so ereignet, anscheinmend nicht geschehen. Wie die Skifahrerin vor einem plötzlich auftauchenden entgegenkommenden Skifahrer hätte ausweichen sollen, sollten Sie uns bitte einmal vormachen.
Absurd ist Ihre Argumentation "jeder Abfahrtsskifahrer setzt sich bewusst einem Risikosport aus, daher sollten auch nicht versucht werden, dieses Risiko nun einseitig
auf einen vermeintlichen Täter abzuwälzen."
Auch wenn man eine Straße überquert, geht man bewusst ein Risko ein. Soll deshalb der Autofahrer, der einen Fußgänger über den Haufen fährt, nicht bestraft werden?
Wie gesagt, zunächst sollte man abwarten, ob der Unfallherrgang wirklich so gewesen ist. Bis dahin ist sowieso alles Spekulation. Sollte es wirklich so gewesen sein, hätte ich auch Mitleid mit Herrn Althaus, der dann in dem Bewusstsein weiterleben müsste, fahrlässig einen Menschen getötet zu haben. Dass seine politische Karriere dann auch am Ende wäre, ist noch eine andere Sache.
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