
Ain't no sunshine, when he's gone: Außenminister Guido Westerwelle mit Partner Michael Mronz© Sascha Radke
Wer?
Guido Westerwelle, Außenminister, mit Lebenspartner Michael Mronz
Wohin?
Malle. Oder wie die Diplomaten gerne sagen: Mallorca. Vor fremden Einblicken geschützt, auf einer Anhöhe in Palmas Nobelviertel Son Vida liegt die Villa von Westerwelle und Mronz. Hat nicht ganz Boris-Becker-Format, macht dafür weniger Ärger. Und Platz ist auch in kleineren Hütten: 2000 Quadratmeter Grundstück, 400 Quadratmeter Wohnfläche, 60 Quadratmeter Pool laut "Mallorca-Zeitung"; 1,9 Millionen Euro soll das gekostet haben.
Was will er da?
Definitiv nichts Aufregendes erleben. Keine schnellen Yachten. Westerwelle: "Herr Mronz wird zu schnell seekrank." Nicht zu viel Sonne. "Ich war noch nie so der 'Strandtyp'." Wenn die beiden ihre Villa verlassen, dann höchstens, um eine Runde zu joggen oder um in eine Kunstgalerie nach Palma zu fahren. Und auf keinen Fall Partys! Lieblingsbeschäftigung von Michael Mronz (eigene Aussage): "Die Abendsonne genießen in einer Bucht und dem Rauschen und den 'Gewalten' des Meeres lauschen."
Was will er uns damit sagen?
Mallorca, das ist fast so deutsch wie meine Heimat, das Rheinland - nur mit besserem Wetter! Ich mag als FDP-Chef laut und schrill gewesen sein, und ja, ich bin der erste schwule Außenminister. Doch eigentlich ist niemand normaler und deutscher als der wahre Guido Westerwelle.
Wiederholungstäterfaktor?
Ausgesprochen hoch! Westerwelle hat sich schon mit fünf Jahren die Füße im mallorquinischen Sand verbrannt. Sein Vater hat ihm auf Mallorca schwimmen beigebracht, indem er im offenen Meer einfach die Luft aus den Schwimmflügeln gelassen hat. Vielleicht muss er diese Kindheitstraumata aufarbeiten. Er kommt auf jeden Fall jedes Jahr wieder.
Was wäre auch mal nicht schlecht?
Eine Sprachreise. Sein Englisch hat sich ja mittlerweile verbessert. Damit sollte er sich nicht zufrieden geben. Da er sich selbst gerne als Vorkämpfer der Arabischen Frühlings darstellt, wäre ein Arabisch-Kurs nicht schlecht.
Lektüreempfehlung?
"Die zweite Karriere. Karriereplanung für die zweite Lebenshälfte" von Barbara Jakob und Michael Kres. Mit dem Außenminister wird es ab 2013 ja wohl nichts mehr. Also, besser vorbereitet sein.
Sahra und Lafo auf Balkonien, Saargau
Kurt Beck bei de Leut' an der Mosel