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Generalbundesanwalt ermittelt wegen NSA-Spionage

"Ausspähen unter Freunden - das geht gar nicht", entfuhr es Angela Merkel, als sie im Herbst erfuhr, dass die NSA jahrelang ihr Handy angezapfte. Die Bundesanwaltschaft leitet nun Ermittlungen ein.

Die NSA griff nicht nur auf Nutzerdaten von US-Internetkonzernen wie Google, Microsoft, Yahoo, Facebook und Apple zu, sondern bespitzelte auch Angela Merkel

Die NSA griff nicht nur auf Nutzerdaten von US-Internetkonzernen wie Google, Microsoft, Yahoo, Facebook und Apple zu, sondern bespitzelte auch Angela Merkel

In der Affäre um die Datenspionage von Geheimdiensten ermittelt nun Generalbundesanwalt Harald Range. Range leitete ein Ermittlungsverfahren wegen der Überwachung des Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Das sagte Range am Mittwoch in Berlin im Rechtsausschuss des Bundestags in nichtöffentlicher Sitzung.

Der Anfangsverdacht laute auf Spionage und Agententätigkeit. Wegen der Überwachung anderer Bürger behalte er sich die Einleitung von Ermittlungen vor, wenn neue Erkenntnisse aus dem Verfahren wegen Merkels Mobiltelefon dies zuließen.

Das Ermittlungsverfahren soll demnach unter anderem mit der Vernehmung von Zeugen beginnen. Range wollte noch am Mittwoch die Öffentlichkeit informieren.

Parallel bemüht sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestags um Aufklärung der Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA und anderer Nachrichtendienste.

ivi/Reuters/Reuters

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