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Die Fieberkurve der AfD

Knapp drei Jahre gibt es die AfD mittlerweile, derzeit ist sie nach etlichen Höhen und Tiefen wieder im Aufwind. Die stern-Grafik zeigt die Entwicklung der Umfragewerte seit der Gründung der Partei und ordnet sie in den zeitlichen Kontext ein.

  Die Grafik zeigt den Verlauf der Forsa-Umfragewerte (Anteil in Prozent) für die AfD seit April 2014. Darüber hinaus wurden einige ausgwählte Ereignisse aus dem gewählten Zeitraum in der Grafik verortet.

Die Grafik zeigt den Verlauf der Forsa-Umfragewerte (Anteil in Prozent) für die AfD seit April 2014. Darüber hinaus wurden einige ausgwählte Ereignisse aus dem gewählten Zeitraum in der Grafik verortet.

In der Wahltrend-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa regelmäßig für den stern durchführt, stellt die rechtspopulistische "Alternative für Deutschland" in dieser Woche ihren eigenen Rekord ein und erreicht erstmals seit fast anderthalb Jahren wieder die Zehn-Prozent-Marke - Tendenz steigend. Seit ihrer Gründung im April 2013 hat die Partei bereits einige Berg- und Talfahrten hinter sich. Auffällig bei der Betrachtung der Kurve ist, dass die Zustimmung für die Rechtspopulisten regelmäßig im Herbst nach oben geht.

Nach ersten AfD-Erfolgen folgt lange Talfahrt

Im April 2013 als Euro- und EU-kritische Partei gegründet, holte die AfD bei den Europa-Wahlen im Mai 2014, die mitten in der Schuldenkrise stattfanden, sieben Prozent und zog ins Europaparlament ein. Ihr erstes Umfragehoch verzeichnete die Partei kurze Zeit später, im September 2014, als erstmals die Zehn-Prozent-Marke erreicht wurde. Danach ging es unterm Strich allerdings rund ein Jahr lang bergab. Erst bei drei Prozent stoppte der Abstieg, intern lähmte zudem ein Führungsstreit die Partei.

In der öffentlichen Wahrnehmung entwickelte sich die AfD ab dem Herbst 2014 zunehmend zum politischen Arm der ebenfalls rechtspopulistischen Pegida-Bewegung, obwohl sich die Partei offiziell von der Bewegung distanziert. Dennoch nahm die AfD seither verstärkt das Thema Flüchtlinge auf ihre Agenda und zielt dabei - ebenso wie Pegida -  vor allem auf jene, die Angst vor einer drohenden Überfremdung haben und sich damit von den etablierten Parteien nicht ernstgenommen fühlen. Offenbar mit Erfolg.

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Umfrage-Hoch
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Jenny Kallenbrunnen


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