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So absurd rechtfertigt Beatrix von Storch ihr Facebook-Posting

Man müsse Frauen und Kinder an der Grenze mit Waffengewalt stoppen: Für diese Aussage wurde Beatrix von Storch heftig kritisiert. Nun hat die AfD-Politikerin eine absurde Erklärung geliefert, wie es dazu kommen konnte.

Beatrix von Storch

Hier bestand noch keine akute Rutschgefahr: Beatrix von Storch im November 2015 auf dem AfD-Parteitag in Hannover.

Rutscht ein Storch auf einer Maus ab: Was so klingt wie ein Kinderwitz, ist die Ausrede, mit der Beatrix von Storch ernsthaft ihre umstrittenen Stellungnahme zur Grenzsicherung rechtfertigt. Die AfD-Vizechefin hatte in der vergangenen Woche die Frage eines Facebook-Users, ob sie Frauen mit Kindern den Grenzübertritt mit Waffengewalt verhindern wolle, mit "Ja" beantwortet. Das löste eine Welle der Empörung aus, von Storch nahm die Aussage zumindest teilweise zurück, hielt aber an Gewalt gegen Mütter fest: "Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig."

Nun hat die Europaparlamentarierin eine absurde Erklärung geliefert, wie es zu diesem Facebook-Posting kommen konnte. Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Parteifreunde berichtet, habe Beatrix von Storch ihre Aussage mit einem "technischen Fehler" zu rechtfertigen versucht. Sie sei auf ihrer Computermaus "ausgerutscht", heißt es weiter in dem Artikel. 

Beatrix von Storch wollte Frauke Petry beispringen

Offenbar bereut die AfD-Politikerin ihr Wort und soll eingeräumt haben, "Mist gebaut" zu haben. Als Motiv gibt sie an, sie habe ihrer Parteichefin Frauke Petry "doch nur helfen wollen". Petry hatte zuvor einen Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge ins Gespräch gebracht.

Dass sie auf der Maus ausgerutscht ist, ist vielleicht die absurdeste Ausrede, die ein Politiker für sein Fehlverhalten heranzieht, es ist jedoch nicht die einzige unglaubliche Rechtfertigung. So belog der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl in den 80er Jahren den Untersuchungsausschuss zur Flick-Affäre. Als er später der eindeutigen Lüge überführt wurde, berief sich Kohl auf einen "Blackout". Auch Außenminister Joschka Fischer berief sich 2005 im Visa-Ausschuss auf Erinnerungslücken. Auf einer Computermaus ausgerutscht sind diese Schwergewichte allerdings nicht. Dazu musste erst ein Storch kommen.

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