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AfD springt auf Rekordwert

Diese Zahlen sieht die Kanzlerin mit Unbehagen: Während Angela Merkels Union auf den schlechtesten Wert seit Jahren abrutscht, arbeitet sich die AfD laut einer neuen Umfrage immer weiter in der Wählergunst nach vorn. 

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry will notfalls an der Grenze auf Flüchtlinge schießen lassen

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry will notfalls an der Grenze auf Flüchtlinge schießen lassen. Populär ist sie bislang trotzdem.

Die mit radikalen Forderungen in der Flüchtlingsdebatte auftretende AfD hat in einer neuen Wahlumfrage ihr bislang bestes Ergebnis erzielt. Im Emnid-"Sonntagstrend", den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kommt die Alternative für Deutschland auf einen Rekordwert von 12 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche entspricht dies einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten. Damit festigt die rechtspopulistische Partei ihre Position als drittstärkste Kraft vor der Linkspartei (10 Prozent; plus 1 Prozentpunkt) und den Grünen (unverändert 9 Prozent).

Union im Abwärtstrend

Die Union hingegen sackt in der Umfrage auf den schlechtesten Wert seit Juli 2012 ab. CDU und CSU verlieren zwei Prozentpunkte und erreichen nur noch 34 Prozent. Die SPD büßt ebenfalls einen Prozentpunkt ein und landet bei 24 Prozent. Abgeschlagen ist weiterhin die FDP mit unverändert 5 Prozent.

Die AfD machte zuletzt mit umstrittenen Äußerungen von sich reden. So hatte die Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei, Frauke Petry, in einem Zeitungsinterview angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms eine deutlich strengere Überwachung der deutschen Grenzen verlangt – und dabei einen Einsatz von Schusswaffen ins Gespräch gebracht. "Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können", sagte Petry dem "Mannheimer Morgen". Notfalls müssten Polizisten an der Grenze "auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz", fügte die Vorsitzende der Alternative für Deutschland hinzu.

AfD vom Verfassungsschutz beobachten lassen?

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel erneuerte nach diesen Worten Petrys die Forderung seiner Partei, die AfD durch den Verfassungsschutz zu beobachten. "Bei der AfD gibt es massive Zweifel, dass sie auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Republik steht", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag". "Da geht es nicht nur um schräge Forderungen wie die Petrys, dass alle Frauen mindestens drei Kinder bekommen sollen. Sondern die Dame will an der deutschen Grenze auf unbewaffnete Flüchtlinge schießen lassen."

Gabriel erinnerte demnach daran, dass Petry in der DDR geboren sei und eigentlich noch wissen müsse, was es heiße, wenn an einer Grenze auf Menschen geschossen werde.

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte bereits zu Jahresbeginn in einem Positionspapier gefordert, "die gefährlichen rechtsextremen Tendenzen in der Partei AfD und Gruppen wie Pegida" sollten vom Verfassungsschutz beobachtet werden.


anb/DPA
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