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AfD überholt erstmals die Grünen

Die Flüchtlingskrise und die massiven sexuellen Übergriffe in Köln an Silvester verschaffen der AfD Auftrieb. Erstmals überholt die Alternative für Deutschland in einer Umfrage die Grünen.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden elf Prozent die AfD wählen

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Björn Höcke, spricht zu Teilnehmern einer Kundgebung. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden elf Prozent die Alternative für Deutschland wählen

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat im ZDF-"Politbarometer" erstmals die Grünen überholt. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 11 Prozent, teilte das ZDF am Freitag mit. Dies seien zwei Prozentpunkte mehr als im Dezember. Die Grünen lagen demnach unverändert bei 10 Prozent. Im "Deutschlandtrend" der ARD legte die AfD einen Prozentpunkt auf 10 Prozent zu - und lag damit gleichauf mit den Grünen.

Die rechtskonservative AfD hat nach einem Führungs- und Richtungsstreit im Sommer in Umfragen deutlich zugelegt. Die Flüchtlingskrise verschafft der Partei Auftrieb.
Nach der Silvester-Gewalt in Köln wachsen in der Bevölkerung die Zweifel, ob Deutschland die Flüchtlingskrise bewältigen kann. Eine Mehrheit der Bundesbürger fürchtet laut ZDF-"Politbarometer", dass die Zahl der Flüchtlinge nicht zu verkraften sei. Unzufrieden sind die meisten Deutschen auch mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in dieser Frage.

AfD profitiert von den Übergriffen in Köln

Erstmals ist im " Politbarometer" eine klare Mehrheit von 60 Prozent der Ansicht, dass Deutschland die hohe Zahl an Flüchtlingen nicht verkraften kann. Im Dezember waren es nur 46 Prozent gewesen. Nur noch 37 Prozent halten momentan den Zuzug für verkraftbar, nachdem dies Ende 2015 noch 51 Prozent der Befragten angenommen hatten. Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten gab an, dass die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten ihre Einstellungen in der Flüchtlings- und Asylfrage wesentlich verändert haben. Jedoch geben zwei Drittel (66 Prozent) an, dass das Geschehen keinen wesentlichen Einfluss auf ihre Bewertung hat.

In der Silvesternacht hatte es am Kölner Hauptbahnhof massive sexuelle Übergriffe auf Frauen und weitere Straftaten gegeben, die nach bisherigen Erkenntnissen vor allem von Migranten verübt wurden. Auch in anderen Städten hatte es ähnliche Vorfälle gegeben, allerdings nicht in dem gleichen Ausmaß wie in Köln.

ivi/AFP
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