. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
23. September 2010, 06:49 Uhr

Mehr Ausbilder statt Tornados

Deutschland zieht seine Tornado-Flieger aus Afghanistan ab. Die Bundesregierung kommt so Forderungen der Verbündete nach. Dafür können sich künftig mehr Soldaten um die Ausbildung der afghanischen Armee und Polizei kümmern.

Afghanistan, mehr Soldaten, weniger Tornados, Aufklärungsflugzeuge, Ausbildung, Ausbilder, afghanische Streitkräfte, Militär, Armee

Patrouille in Faisabad: Die Zahl der Soldaten soll aufgestockt werden© Maurizio Gambarini/DPA

Nach dreieinhalb Jahren wird der einst höchst umstrittene Einsatz der deutschen Tornado-Aufklärungsflugzeuge in Afghanistan beendet. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Obleute des Verteidigungsausschusses nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA noch am Donnerstag schriftlich unterrichten. Dies meldete auch das ARD-Hauptstadtstudio. Der Abzug der Tornados war vom Kommandeur der internationalen Schutztruppe ISAF, US-General David Petraeus, gefordert worden. Durch den Abzug werden rund 90 Soldaten für andere Aufgaben frei.

Petraeus hatte gefordert, mehr Bundeswehrsoldaten zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte an den Hindukusch zu entsenden. Außenminister Guido Westerwelle sagte am Rande des Treffens der Vereinten Nationen in New York bereits am Mittwochabend: "Freiwerdende Kapazitäten und Spielräume sollten genutzt werden, um unsere Ausbildungskapazitäten zu stärken. Das entspricht dem von der Bundesregierung beschlossenen Afghanistan-Konzept." Der FDP-Chef betonte: "Ausbildung ist die Voraussetzung, damit eine selbsttragende Sicherheit entsteht und die Übergabe der Sicherheitsverantwortung möglich wird."

"Ich halte das für eine notwendige Maßnahme", sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Elke Hoff, dem "Kölner Stadtanzeiger", der in seiner Ausgabe am Mittwoch die Pläne der Bundesregierung bereits vermeldet hatte. "Da wir uns zum Partnering verpflichtet haben, müssen wir im Rahmen des bestehenden Kontingents die nötigen Kräfte freischaufeln." Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ernst-Reinhard Beck (CDU), erklärte mit Blick auf die Tornados: "Wenn der Isaf-Oberbefehlshaber diese Fähigkeit nicht mehr benötigt, dann sollten wir darauf reagieren." Die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte sei "derzeit die wichtigste Aufgabe für die internationale Gemeinschaft".

Seit 2002 beteiligt sich Deutschland am Aufbau der afghanischen Polizei, derzeit sind rund 200 Polizeiausbilder aus Bund und unterschiedlichen Bundesländern am Hindukusch im Einsatz.

swd/AFP/DAPD
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Wahlen in Afghanistan Urnengang ohne Gerechtigkeit

Drogenbarone als Kandidaten, verschwundene Urnen, Anschläge: Die Wahlen in Afghanistan sind kein Schritt zur Demokratie, sondern eine Farce. Die internationale Gemeinschaft trägt daran eine Mitschuld. mehr...

Deutsche Afghanistan-Strategie Mehr Soldaten, mehr Ausbilder, mehr Defensive

Die Zeit des Spekulierens ist vorbei: Deutschland will 500 Soldaten plus "flexible Reserve" mehr nach Afghanistan schicken und dennoch sehr viel "defensiver" agieren. Wie das geht, erläuterte die Kanzlerin. Der Abzug der Bundeswehr, so Außenminister Guido Westerwelle, beginnt 2011. mehr...

Polizeiausbildung in Afghanistan Zweiter Bildungsweg

Deutschland ist verantwortlich für die Ausbildung der Polizei in Afghanistan. Und blamiert sich damit seit Jahren: Die Lehrstoffe sind weltfremd, die Zahl der Absolventen ist zu gering. Doch nun haben die Ausbilder endlich etwas gelernt. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe