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Die Pannenserie am Atomkraftwerk Krümmel setzt sich fort. Der Betreiber Vattenfall musste inzwischen einräumen, dass bei dem defekten Trafo eine vorgeschriebene Überwachungseinrichtung nicht installiert worden war. Unterdessen hat der Zwischenfall auch erste personelle Konsequenzen gefordert.
Nach der Abschaltung der sieben ältesten Atomkraftwerke sowie des Akw Krümmel soll das Akw Grafenrheinfeld als nächster Atommeiler spätestens Ende 2015 vom Netz gehen.
Die atompolitische Kehrtwende der Bundesregierung - ein Moratorium und die zeitweise Abschaltung von acht AKW - spaltet die Parteien. Die Rechtmäßigkeit der Maßnahme ist umstritten. Der CSU-Politiker Göppel glaubt nicht, dass die stillgelegten AKW wieder in Betrieb genommen werden.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ihre Forderung nach Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel mit einer Klage vor dem schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht untermauert.
Ursache des Brandes im Atomkraftwerkes Krümmel war laut Betreiber "Vatterfall" eine Vorschädigung des Transformators. Die Schnellabschaltung des Reaktors sei aber unnötig gewesen. Krümmel komplett abzuschalten wird allerdings nicht erwägt.
Nach einer tagelangen Pannenserie hat der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen Betreiber Vattenfall in aller Öffentlichkeit gerügt: "Ich bin stinksauer", sagte er nach einem Treffen mit Vorstandschef Tuomo Hatakka. Carstensen gibt dem Konzern nur noch eine Chance.
Nach der erneuten Panne im AKW Krümmel will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Ländern die Aufsicht entziehen und den Atomausstieg beschleunigen. Bei der Kanzlerin hingegen hat der Störfall offensichtliche keine Zweifel an der Sicherheit der Atomkraft geweckt.
Der Energiekonzern Vattenfall führte durch das Unglückskraftwerk in Krümmel, um zu zeigen: Wir haben aus unseren Fehlern nach den Zwischenfällen vom Juni 2007 gelernt. Letzte Antworten aber blieb der AKW-Betreiber schuldig.
Der Energiekonzern Vattenfall und die schleswig-holsteinische Atomaufsicht haben sich nach längeren Hin und Her auf einen neuen Werkschef für das stillgelegte Kernkraftwerk Krümmel geeinigt.
Eon lässt seine Uralt-AKW Isar I und Unterweser ausgeschaltet. Zwar hätten beide Kraftwerke noch mindestens einige Wochen laufen können, aber der Energiekonzern verzichtet darauf. In Brokdorf dagegen wird über Pfingsten Strom produziert - eine geplant Blockade fällt vorerst aus.
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