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Zusammen mit der SPD wollen die Grünen in Hessen wieder an die Macht. Und dazu brauchen sie die Linkspartei. Und das bereitet den Grünen Sorgen. Werden die Linken auch die rot-grüne Politik mittragen? Das gilt es in der nächsten Zeit herauszufinden. Und die Grünen wissen auch schon, wie.
Die Mikrofone fielen aus, Tarek al Wazir wollte nicht singen, Dagmar Metzger, die Unberührbare, nahm auf der hinteren Bank Platz. Schließlich trat Roland Koch ans Pult, der neue, geschäftsführende Ministerpräsident und sprach von Offenheit. Es fiel den Abgeordneten schwer, daran zu glauben.
Im Wahlkampf wurde er von der CDU verunglimpft, nun ist Hessens Grünen-Chef Tarek Al Wazir das politische Objekt konservativer Begierden. Im stern.de-Videointerview sagt Al Wazir, was die Grünen tun werden, sobald Koch geschäftsführender Ministerpräsident wird.
Hessens Grüne ziehen erneut mit Tarek Al-Wazir und Kordula Schulz-Asche als Spitzenkandidaten in die Landtagswahl. Die Doppelspitze wurde beim Parteitag in Fulda mit großer Mehrheit bestätigt. Der neue Grünen-Bundeschef Cem Özdemir spornte seine Parteikollegen zum Wahlkampfauftakt an
Der hessische Landtag ist der politische Schwitzkasten der Republik. Nirgends sind die Fronten härter, die persönlichen Abneigungen größer. Nach der Wahl ist klar: SPD-Frontmann Thorsten Schäfer-Gümbel hat verloren, Roland Koch wird regieren. Dennoch ist mancher Oppositionspolitiker guter Dinge.
Um kurz nach zehn Uhr am Montagvormittag klingelt das Telefon von Andrea Ypsilanti: Genossin Carmen Everts teilt mit, dass vier Fraktionsmitglieder Ypsilantis Wahl zur Ministerpräsidentin nicht unterstützen würden. Dann folgte die politische Kernschmelze der hessischen SPD. Ein Tag in Wiesbaden.
Die Macht in Hessen ist für Andrea Ypsilanti zum Greifen nahe. SPD und Grüne haben sich auf einen Koalitionsvertrag zur Bildung einer von der Linkspartei tolerierten Minderheitsregierung geeinigt. Das rot-grüne Kabinett will Bildung, Umwelt und Soziales zu den Schwerpunkten seiner Arbeit machen.
Es wird ernst für die hessische CDU. An diesem Wochenende will die SPD die Weichen für Koalitionsverhandlungen mit den Grünen stellen. Anfang November soll Roland Koch aus dem Amt gejagt werden. Kochs letzte Chance: vorweihnachtliche Geschenke an die Grünen.
Er ist einer der Hoffnungsträger der Grünen: Tarek Al-Wazir, 38, Parteichef in Hessen. Im stern.de Interview spricht er über schwarz-gelbes Chaos, Jamaika-Koalitionen und warum er kein Andy Möller sein will.
Bisher zeigte der hessische Grünen-Chef Al-Wazir dem Weben von Roland Koch die kalte Schulter, da half es auch nichts, wenn der CDU-Politiker auf Gemeinsamkeiten hinwies. Die nächsten Monate könnten dies allerdings ändern.
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