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15. Mai 2010, 09:17 Uhr

SPD-Chef Gabriel wirft Liberalen "geheimen Plan" vor

Sigmar Gabriel hat der FDP vorgeworfen, mit ihrem strikten Nein zur Ampel SPD und Grüne in eine Koalition mit der Linkspartei zu drängen. Die designierte Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch plädierte unterdessen für eine Beteiligung ihrer Partei an der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen - "wenn es die Inhalte hergeben."

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Absage der FDP an Koalitionsgespräche mit Sozialdemokraten und Grünen in Nordrhein-Westfalen scharf kritisiert. "Es ist ein ausgemachter Skandal, dass eine demokratische Partei wie die FDP schon ein bloßes Gespräch mit den Sozialdemokraten und den Grünen über eine verantwortliche Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen verweigert", sagte Gabriel der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der "geheime Plan" der Liberalen sei es, dass sie SPD und Grüne in eine Koalition mit der Linkspartei drängen wollten.

"Diejenigen, die die Linkspartei am lautesten beschimpfen, wünschen sie sich in der Düsseldorfer Regierung frei nach dem Motto: Dann können wir zur Bundestagswahl eine schöne Kampagne gegen Rot-Rot-Grün führen", sagte Gabriel. "Das ist Parteitaktik à la Westerwelle statt Verantwortung für das Land." Er hoffe, dass dies nicht das letzte Wort sei. "In Zeiten wirtschaftlicher Krisen ist eine stabile und verlässliche Regierung wichtiger als ideologische Barrieren", sagte der SPD-Chef. "Nordrhein-Westfalen ist nun mal nicht irgendein Bundesland, sondern das wirtschaftliche Zentrum Deutschlands."

APN/DPA
 
 
 
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