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13. Mai 2009, 08:40 Uhr

Keine weiteren Steuersenkungen vor 2012

Krisenbewältigung vor Steuererleichterung: Bundeskanzlerin Angela Merkel will im Falle eines Wahlsieges frühestens ab 2012 die Steuern senken. Zunächst müsse die Wirtschaftskrise überwunden werden, sagte die CDU-Chefin - und bekommt dafür Gegenwind aus den eigenen Reihen.

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Sorgt für Unmut bei den Mittelständlern in der Union: Bundeskanzlerin Angela Merkel© Steffi Loos/DDP

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einem Zeitungsbericht zufolge zusätzliche Steuersenkungen für die Jahre 2010 und 2011 im Falle eines Wahlsieges ausgeschlossen. Forderungen im Wahlprogramm für weitere Steuersenkungen in der ersten Hälfte der nächsten Legislaturperiode seien nicht geplant, versicherte die CDU-Vorsitzende nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" in der Sitzung des Parteipräsidiums am vergangenen Montag. Weitere Steuersenkungen würden erst nach Überwindung der Wirtschaftskrise möglich werden, habe Merkel erklärt. Die Kanzlerin habe zudem auf die zu erwartenden Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger durch niedrigere Beitragsleistungen für Kranken- und Pflegeversicherung verwiesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Die Mittelständler in der CDU/CSU hatten von der Union weitere Steuererleichterungen verlangt, um die Konjunktur anzukurbeln und so die Staatseinnahmen letztlich wieder zu erhöhen. Die geplante Absetzbarkeit für Krankenversicherungsbeiträge und das Dämpfen der schleichenden Steuererhöhung für mittlere Einkommen bei steigenden Löhnen, der sogenannten kalten Progression, reiche nicht aus, hatte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftvereinigung der Union, Josef Schlarmann (CDU), am Dienstag gesagt - da müsse "noch mehr kommen", etwa eine Korrektur der Unternehmenssteuerreform.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) unterstrich in der "Leipziger Volkszeitung", dass Steuern keinesfalls auf Pump gesenkt werden dürften. "Im Ziel bin ich mir mit der Kanzlerin einig, die Bürger zu entlasten. Aber wir dürfen uns nichts vormachen: Das wird ein sehr hartes Stück Arbeit werden, die Haushalte so aufzustellen, dass diese Entlastungen möglich werden."

Als Reaktion auf eine OECD-Studie hat der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB die Bundesregierung aufgefordert, Gutverdiener stärker in die Pflicht zu nehmen. Die am Dienstag vorgelegte Studie belegt eine hohe Steuerlast für Gering- und Durchschnittsverdiener. Während Unternehmen und Spitzenverdienste in Deutschland vergleichsweise geschont würden, seien die Arbeitnehmer die "Packesel der Nation", sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki dem "Tagesspiegel". Der DGB fordert, die wirtschaftlich Leistungsfähigen über die Anhebung des Spitzensteuersatzes und Wiedereinführung der Vermögensteuer stärker zur Kasse zu bitten.

Der Grünen-Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn verlangte in dem Blatt ebenfalls, Spitzenverdiener müssten durch Kappung der Beitragsbemessungsgrenze bei den Sozialbeiträgen künftig stärker belastet werden. Umgekehrt müssten untere Einkommen bei den Sozialabgaben stärker entlastet werden. Der CDU-Sozialpolitiker Ralf Brauksiepe lehnte eine stärkere Belastung von Spitzenverdienern ab. "Spitzeneinkommen leisten einen erheblichen Teil der Abgaben, die in das Transfersystem für die unteren Einkommen fließen", sagte er.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sieht durch die OECD-Untersuchung die Grundsatzentscheidung für Steuererleichterungen in der nächsten Wahlperiode bestätigt. "Die Studie macht deutlich, dass unser Vorhaben, die unteren und mittleren Einkommen weiter zu entlasten, notwendig und richtig ist", sagte er der "Rheinischen Post". Es könne nicht sein, dass der Staat den Menschen bei Gehaltserhöhungen "immer tiefer in die Tasche greift". Deswegen müsse die sogenannte kalte Progression abgesenkt werden. "Damit motivieren und stärken wir die Leistungsträger."

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 25)
 
n8g8 (13.05.2009, 23:12 Uhr)
Ist doch völlig Wurscht!!!
Die sind doch nicht mal mehr bis 2010 dran!
pitiplatsch (13.05.2009, 18:20 Uhr)
Keine weiteren Steuersenkungen vor
dem Jahre 4000. Wo war den eine Steuersenkung die beim Sklaven angekommen ist und nicht bei der Energiemafia oder den Bankenmanagern oder den Geldbeutelaufhaltenden Politikern ?? Frau Merkel ?? ich wüßte nichts, ausser dass in den letzten 5 Jahren der Sklave ausgebeutet wird wie in besten DDR Zeiten. Besten Dank Frau Kanzlerin, noch nen schönen Gruß an ihren Freund Bush wir freuen uns aufrichtig über den sinnlosen Krieg in Afghanistan der jetzt ins 8 Jahr geht und die Opiumanbauer freut.
GrundlRoland (13.05.2009, 17:50 Uhr)
Steuersenkungen
Jetzt wird sich sicherlich die
Mainstreampresse einschließlich des Stern die Finger wund schreiben wie richtig die Königin doch handelt. Auch wenn die Halbwertszeiten ihrer Aussagen immer geringer werden. Aber sie hat ja die Unterstützung der Wirtschaft mangels eines Konkurrenten und das Volksverblödungsblatt wird die Kampagnen schon führen.
JanvanHelsing (13.05.2009, 17:43 Uhr)
@blacky007
Zitat:
Also bis 2013 schaue ich mir das hier definitiv nicht mehr an. Entweder es ist eine 180Grad Wende erkennbar oder ich verkauf meinen ganzen Scheiss hier und hau ab.
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Jo denn gute Reise und Hoffenlich gibt es noch nen guten Kurs für ihr Unternehmen in FFm...
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Es wird definitiv keine Wende geben, die Puppenspieler werden schon dafür sorgen das alle und alles unter Kontrolle bleiben.
Die haben ja gerade ihre Jahreshauptversammlung in Griechenland und da werden ihre Vasallen ihnen schön Bericht erstatten.
--
Zum Glücklich sein bedarf es wirklich wenig, aber egal wohin man geht, es waren schon andere vor einem dort und es überall gleich, nur die Sprache ändert sich.
Ich habe weltweit gearbeitet, habe mir auch die schönen Ecken angeschaut, um nach einer weile feststellen zu müssen das es da auch nicht viel anders ist als hier.
Irgendwas ist immer verboten oder eingeschränkt, da bleib ich hier und versteh die Sprache und die Dialektik
und weiss wie es gemeint ist.
Blacky007 (13.05.2009, 17:26 Uhr)
@JanvanHelsing
Zitat: Ein Lehrer sagte mal zu mir, Du brauchst gar nicht alles wissen, du musst nur wissen wo es steht wenn du es brauchst.
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*GRINS* ein Klassiker...der mir auch schon mal von einem Lehrer zugetragen wurde.
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Irgendwie nicht unlogisch: die ganzen Berater durchforsten die Archive und suchen nach den Lösungen und Worten, die schon einmal ausreichten, um das dumme Stimmvieh zu besänftigen.
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Wie schon gesagt; vieles was Politiker heute sagen, wurde bereits 1zu1 oder in leicht abgewandelter Formulierung von früheren Politkern schon einmal gesagt oder unternommen.
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Bin per Zufall mal beim Zappen in eine Sendung gestolpert, die über 40 Minuten lang nichts anders zeigte, als Statements von Polikern von heute und früher - es war erschreckend und verblüffend zugleich, aber auch sehr beängstigend, musste man doch erkennen, dass sich der ganze Mist nur immer wiederholt und richtige Veränderungen ein ewiges Wunschdenken bleiben. Man muss sich nur einmal die ganzen Meldungen von Mitte der 70er zum Thema Umwelt/Klimakatastrophe antun..."the song remains the same"
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Also bis 2013 schaue ich mir das hier definitiv nicht mehr an. Entweder es ist eine 180Grad Wende erkennbar oder ich verkauf meinen ganzen Scheiss hier und hau ab. Es gibt viele schöne Flecken auf dieser Welt und zum Glücklichsein bedarf es im Grunde doch recht wenig. Habe die Schnautze langsam gestrichen voll, immer und ewig für andere mit zu schuften, Verantwortung zu tragen und wenn man mal selbst Hilfe braucht, sieht man allerorts nur Stinkefinger, während ein paar Große nur einmal kräftig kotzen müssen und Merkel tanzt dann auch noch persönlich an um es Aufwischen, während man die Kleineren noch zur Strafe mit dem Gesicht hineindrückt.
Angel_of_Mercy (13.05.2009, 16:45 Uhr)
Keine Steuersenkung vor 2011
Oh, was ist denn unserem Änschie zugestoßen? Weitsicht oder nur die Erkenntnis, das dieses Wahlversprechen leichter zu halten ist?
Wobei, einen Vorschlag für Abschaffung von Steuern habe ich, die Schaumweinsteuer (Sektsteuer). Wurde 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführt um den Bau des Kaiser Wilhelm Kanals und die Aufrüstung der Kriegsflotte zu finanzieren. Zur Krise 1929 - 1934 wurde sie abgeschafft und 1939 erneut erhoben für den U-Boot Bau. Die Bundesrepublik hat sie übernommen und weiter geführt. Ein Beispiel für eine zweckgebundene Steuer, die in Deutschland nie wieder abgeschafft wurden.
Oh Mann, wie konnte ich nur all die Jahre vorher ohne Wikipedia überleben.
JanvanHelsing (13.05.2009, 16:22 Uhr)
@blacky007
pfeiffen werden wir noch bis zur Wahl,
dannkönnen wir 2013 neuen Druck aufbauen.
--
Ein Leherer sagte mal zu mir, Du brauchst gar nicht alles wissen, du musst nur wissen wo es steht wenn du es brauchst.
--
Jetzt wird mir allmählich klarer warum unsere Elite solch eine Entourage an Beratern mit sich rumschleppt, die hucken in Berlin in den Archiven und basteln an neuen Ideen....
Blacky007 (13.05.2009, 16:10 Uhr)
@JanvanHelsing
Tja, so sind's halt, unsere Luftblasenakrobaten, aber es wird immer schwieriger dazu noch etwas zu sagen, weil einem der Hals immer noch dicker anschwillt und man im Grunde genommen schon vor lauter heiss werden pfeift wie ein Teekessel.
-
Aber auf alle Fälle herlichen Dank für die Aufklärung. Immer wieder hoch interssant...die Machenschaften unserer selbsternannten Elite.
JanvanHelsing (13.05.2009, 15:04 Uhr)
@blacky007
Die kupfern sogar aus noch früheren Zeiten ab.
Die Abwrackprämie hieß damals Verschrottungsverordnung:
ZITAT
Aufhebung der Verschrottungsverordnung

Steuerbegünstigung auch ohne
Verschrottung,

Im Rahmen des sog, Reinhardt-Programms
hat das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit in seinem
Abschnitt II für die Zeit. vom 1. Juli 1933 bis zum 31.
Dezember 1934 unter bestimmten Voraussetzungen Steuerfreiheit
fürErsatzbeschaffungen vorgesehen. Die Steuerfreiheit war
u. a. davon abhängig, daß der neue Gegenstand einen
bisher dem Betriebe dienenden gleichartigen Gegenstand ersetzen
mußte. Zur Sicherstellung dieser Voraussetzung war die
Verschrottungsverordnung vom 13. Dezember 1933 (Reichsgesetzblatt
I S. 1071) erlassen worden. Sie bestimmte im Interesse der Ankurbelung
der Wirtschaft, daß die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffung
nur gewährt werden durfte, wenn die alten Gegenstände
außer Betrieb gesetzt und vernichtet oder verschrottet
wurden.

Das Gesetz über Steuerfreiheit
für Ersatzbeschaffungen hat zur Belebung der Wirtschaft
wesentlich beigetragen. (..
ZITAT ENDE
Quelle :
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2009/16.html
Blacky007 (13.05.2009, 14:48 Uhr)
Wer jetzt noch Merkel wählt
kann m.E: nicht mehr alle Tassen im Schrank haben!
-
Wie oft muss diese Merkel noch unter Beweis stellen, dass sie die ungeschlagene Nr1 der Ahnungslosen ist? An ihrer Stelle hätte ich erstmal den Mund gehalten und mir die Zahlen geben lassen, bevor ich blumige Versprechen mache, die binnen weniger Stunden platzen wie Seifenblasen!
-
Machen wir uns nichts vor, eine Steuersenkung oder Steuererleichterung wird es nicht geben! In Krisenzeiten fehlt das Geld so oder so und in guten Zeiten müssen wir zurückbezahlen, was sich in schlechten Zeiten angetürmt hat. Wer sich mal den Spass macht und sich politische Nachrichten und die ganzen Statements aller Politiker über die Dekaden seit den 60ern anhört, wird immer wieder die selben Argumentationen hören. Man könnte fast meinen, einer hat die ganzen Statements mal verfasst und das Zitatenbuch wandert seitdem nur noch von einem zum anderen und man färbt sie nur ein wenig, entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist.
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