23. Januar 2012, 15:28 Uhr

Annette Schavan und sechs Mal Doktor No

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Doktorarbeit, abgeschrieben, Silvana Koch-Mehrin, Karl Theodor von und zu Guttenberg, Plagiat, Jorgo Chatzimarkakis , Bernd Althusmann, Kultusministerkonferenz, Veronica Saß, Stoiber Tochter, Margarita Mathiopoulos, Matthias Pröfrock ©

Doktortitel entzogen: Annette Schavan, CDU

Es ist vorbei: Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan wurde der Doktortitel aberkannt. Die Universität Düsseldorf beendete das Verfahren mit diesem Urteil. Schavan hatte ihre Arbeit vor mehr als 30 Jahren abgegeben, Titel der Promotion: "Person und Gewissen". Schavan wurden fehlende Quellennachweise, das Verschleiern geistigen Eigentums und die Vernachlässigung wissenschaftlicher Standards vorgeworfen.

Schavan selbst wehrte sich gegen die Vorwürfe, die im Mai 2012 erstmals das Recherchenetzwerk "VroniPlag Wiki" erhoben und dafür eigens die Seite Schavanplag eingerichtet hat. Die intensive Beschäftigung mit ihrer Dissertation habe sie in der Überzeugung bestärkt, dass diese kein Plagiat sei. "Ich bin davon überzeugt, dass die unbegründeten Plagiatsvorwürfe ausgeräumt werden", sagte die CDU-Politikerin und enge Vertraute von Angela Merkel.

Statistisch gesehen standen die Chancen für Schavan, ihren Doktortitel behalten zu dürfen, jedoch schlecht. In sechs von sieben prominenten Fällen, in denen Plagiatsvorwürfe erhoben wurden, wurde der Doktortitel schließlich entzogen. Nur einer durfte ihn behalten. Sechs Plagiatoren und ein Doktor.

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