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Auch in diesem Jahr wollen rund ein Dutzend Organisationen versuchen, den Ende November erwarteten Castor-Transport mit hoch radioaktivem Müll aus Frankreich auf dem Weg ins Gorlebener Zwischenlager zu blockieren.
Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen haben die Grünen aufgerufen, den Atomausstiegsplan der Regierung anders als von der Parteispitze verlangt beim Sonderparteitag am kommenden Wochenende abzulehnen.
Bund und Länder wollen heute erneut über das Vorgehen bei der neuen Suche nach einem Atommüll-Endlager verhandeln.
Im Wendland wird es gefährlich: Vermummte Castorgegner griffen Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern an, die Beamten positionieren ihre Wasserwerfer.
Es sind die bisher größten Proteste gegen die deutsche Atompolitik: Hunderttausende AKW-Gegner sind in Berlin, Hamburg, München und Köln auf die Straße gegangen.
Um den Atommülltransport aus der früheren Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe nach Lubmin zu verhindern, haben sich zehn Greenpeace-Mitglieder an die Gleise gekettet. Weitere Aktionen sind geplant, mehrere Hundertschaften der Polizei begleiten den Castor-Transport durch Mecklenburg-Vorpommern.
Etwa tausend Atomkraftgegner haben vor Ankunft des Castor-Transports mit Atommüll Bahngleise nahe der deutsch-französischen Grenze blockiert.
Endlich am Ziel: Nach 80 Stunden Fahrt ist der Castor-Transport im Zwischenlager Gorleben angekommen. Zuvor hatte die Polizei mehrere Hundert Demonstranten weggetragen, die mit Sitzblockaden und anderen Protestaktionen den Zug mit Atommüll aufhalten wollten. Dabei kam es zu teils heftigen Zusammenstößen.
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