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Polizei bestätigt Undercover-Einsatz

Erfolg für G8-Protest-Organisatoren: Die Polizei hat bestätigt, einen Beamten in Zivil bei einer Protestaktion in die Reihen der Demonstranten beordert zu haben. stern.de hatte darüber berichtet. Allerdings soll der Polizist niemanden zum Steinewerfen aufgefordert haben.

Die Polizei hat den Einsatz von getarnten Zivilbeamten bei G8-Demonstrationen bestätigt. Wie stern.de berichtete, sollen am Mittwoch Polizisten in Reihen der Demonstranten Umstehende dazu aufgefordert haben, Steine zu werfen. Zumindest einer der Beamten wurde erkannt und sei angegriffen und dabei leicht verletzt worden, erklärte die Polizei jetzt.

"Behauptungen, der Zivilbeamte habe den Auftrag gehabt, andere Blockadeteilnehmer zur Begehung von Straftaten und Störungen anzustiften, entbehren jeglicher Grundlage. Seine einzige Aufgabe bestand darin, Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten und Störungen zu erheben."

In einer Presseerklärung der Polizei heißt es, der Einsatz solcher zivilen Kräfte sei Bestandteil der Deeskalationsstrategie und diene ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern. Noch kurz nach dem Vorfall sagte Manfred Lütjann, Sprecher der Sondereinheit Kavala zu stern.de: "Seitens der Polizei hat es und wird es keine angeordneten Aktionen à la "Agent Provocateur" geben."

Der Vorfall hatte sich am frühen Mittwochabend an der Galopprennbahn hinter Bad Doberan ereignet. "Das waren fünf Leute, die wie Vertreter des schwarzen Blocks gekleidet waren und zum Teil vermummt waren. Sie sind uns aufgefallen, weil sie etwas abseits von der Blockade eine Gruppe tschechischer Demonstranten angesprochen hatten", so Henning Obens vom Block G8-Bündnis zu stern.de. Als man sie zur Rede gestellt habe, hätten sich zumindest zwei der Provokateure hinter die Reihen der umstehenden Polizisten zurückgezogen.

mit DPA

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