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BKA fordert "Großen Spähangriff"

Die Polizei verlangt mehr Befugnisse im Kampf gegen den Terror: Der "Große Lauschangriff" soll durch einen "Großen Spähangriff" ergänzt werden, mit dem die Videoüberwachung von Privatwohnungen möglich ist.

Die Spitzen von Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalämtern haben nach einem Bericht des "Spiegels" zur Terrorabwehr eine Videoüberwachung von Wohnungen gefordert. Der "große Lauschangriff" solle durch einen "großen Spähangriff" gesetzlich ergänzt werden, berichtet das Nachrichtenmagazin. Es beruft sich auf einen vertraulichen BKA-Bericht an die Innenminister von Bund und Ländern.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge die Festnahme mehrerer Terrorverdächtiger im Sauerland im September. In dem Fall hätten Fahnder zwar das Haus der Tatverdächtigen abgehört. Allerdings sei das Geschehen zeitweise unklar gewesen, da die Unterhaltungen nur schwer verständlich gewesen sei.

Die Fahnder sprechen sich in dem BKA-Bericht laut "Spiegel" außerdem dafür aus, die Überwachung in Internetcafés auszuweiten. So hätten die mutmaßlichen Terroristen im Sauerland mehrfach über drahtlose Internetverbindungen Kontakt zum Terrornetzwerk Islamische Dschihad Union aufgenommen.

DPA/DPA

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