. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
5. September 2008, 14:44 Uhr

Gabriel will Ausräumen von Asse prüfen

Im Fall des maroden Atommüll-Lagers Asse schließt Bundesumweltminister Siegmar Gabriel nicht mehr aus, das Bergwerk komplett auszuräumen. Wenn die Einsturzgefahr gebannt sei, müsse man klären, ob man den Atommüll "ganz oder teilweise rausholen" müsse.

Im Bergwerk Asse lagern rund 126.000 Fässer mit radioaktivem Müll. Umweltminister Siegmar Gabriel erwägt inzwischen, das Lager komplett leer zu räumen© Helmholtz Zentrum/DDP

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erwägt ein Leerräumen des undichten Atommülllagers Asse. Wenn eine Stabilisierung des Bergwerks möglich sei, werde man die Frage nach Alternativen bis hin zum "vollständigen oder teilweisen Rückholen des atomaren Mülls" beantworten müssen, sagte der SPD-Politiker.

Das mittelfristig einsturzgefährdete Bergwerk muss nach Auffassung von Gabriel zunächst stabilisiert werden. Jetzt gehe es vor Ort darum: "Wie können wir die Standsicherheit des Deckgebirges gewährleisten, zum Beispiel durch den Einbau von Salzbeton", sagte der SPD-Politiker. Die Stabilisierung etwa durch Betoneinbauten sei "Voraussetzung, dass die Asse auch über das Jahr 2015 hinaus standsicher ist".

Wenn die Stabilisierung nicht gelinge, "dann haben wir ein großes Problem", erklärte Gabriel. Dann könne man in der verbleibenden Zeit die Frage alternativer Schließungskonzepte für die Asse nicht mehr klären.

Wenn eine Stabilisierung möglich sei, werde man die Frage nach Alternativen zum bisherigen Schließungskonzept beantworten müssen und klären, ob man den Atommüll "ganz oder teilweise rausholen" müsse.

Endlager Schacht Konrad könnte den Asse-Müll aufnehmen

Die Frage, wo aus der Asse zurückgeholter Müll gelagert werden könne, beantwortete der Bundesumweltminister mit einem Hinweis auf das Endlager Schacht Konrad, das gerade in Salzgitter eingerichtet wird. Nicht weit entfernt von der Asse habe man mit dem ehemaligen Bergwerk Konrad ein genehmigtes Lager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe, sagte er.

Bei der Genehmigung von Schacht Konrad seien all die Sicherheitsfragen bereits geprüft worden, die jetzt bei der Asse erst noch geprüft würden. Der bisherige Betreiber des Atommülllagers Asse, das Helmholtz-Zentrum, plant, in das Bergwerk zur Sicherung konzentrierte Salzlauge einzuleiten und dann dessen Schächte zu verschließen. Dieser Plan wurde von Bürgerinitiativen, Kommunalpolitikern, dem Bundesamt für Strahlenschutz und auch dem niedersächsischen Umweltministerium kritisiert.

Bei einem Ministertreffen in Berlin war am Donnerstag beschlossen worden, dass das Atommülllager künftig vom Bundesamt statt vom Helmholtz-Zentrum betrieben werden soll.

AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Atommüll Bergwerk Asse gilt jetzt als Endlager

Das marode Atommülllager Asse steht künftig unter der Zuständigkeit des Bundesumweltministeriums. Damit wird das "Versuchsendlager", das bisher lediglich als Forschungsbergwerk galt, künftig nach Atomrecht behandelt. Nach wie vor gibt es jedoch noch kein schlüssiges Konzept zur Schließung der Lagerstätte. mehr...

Kommentar GAU in Asse II

Das Wort Skandal wollte der Bundesumweltminister nicht in den Mund nehmen. Sigmar Gabriel sprach stattdessen von einem GAU. Doch auch dieser Begriff deckt nicht angemessen ab, was der Öffentlichkeit als Ergebnis der Untersuchung des atomaren Versuchsendlagers Asse II präsentiert wird. mehr...

Asse II Das gefährliche Endlager

Jahrzehntelang wurde das Endlager Asse II nur äußerst schlampig kontrolliert, über den dort gelagerten Atommüll gibt es nur unzureichende Informationen. Wer trägt die Verantwortung dafür? Welche Gefahren bestehen für die Umwelt und die Anwohner? stern.de gibt Antworten. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston