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20. Januar 2009, 13:20 Uhr

Rätselhafte Fässer in einsturzgefährdeter Kammer

In einer einsturzgefährdeten Kammer des Atommülllagers Asse sind Behälter entdeckt worden, die unbekannte radioaktive Stoffe enthalten sollen. Zunächst wollen Experten jedoch den Teil des Lagers vor dem Einsturz bewahren und sich dann um die Behälter kümmern.

Asse, Atommüll, Atommülllager, Niedersachsen

Im umstrittenen Atommülllager Asse lagern auch Behälter mit unbekanntem radioaktiven Inhalt© Philipp Guelland/DDP

Im einsturzgefährdeten Teil des Atommülllagers Asse lagern auch bleiummantelte Behälter mit unbekannten radioaktiven Stoffen. Ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bestätigte am Dienstag in Hannover Angaben von Bürgerinitiativen, wonach in der Kammer 4 des ehemaligen Salzbergwerks zwischen Fässern mit schwach strahlenden Müll auch zehn bleiummantelte Sonderverpackungen deponiert wurden.

Man wolle die Kammer erst stabilisieren und dann mit Hilfe von Messungen dem Inhalt der Behälter nachgehen, sagte BfS-Sprecher Florian Emrich. Nach seinen Angaben hatte der alte Betreiber des Atommülllagers bei Wolfenbüttel im Dezember verlangt, die einsturzgefährdete Kammer mit Beton zu füllen. Die Messungen an den bleiummantelten Behältern solle im Innern der Kammer durchgeführt werden, sagte Emrich. Das Bundesamt ist erst seit Jahresanfang für das Bergwerk Asse zuständig.

Vertreter von Bürgerinitiativen warfen unterdessen dem Helmholtz-Zentrum vor, die Einsturzgefahr in der Einlagerungskammer zu dramatisieren. Dass Teile des Bergwerks auf mittlere Sicht einsturzgefährdet seien, wisse man seit langen, sagte Michael Fuder vom Asse-Koordinationskreis. Objektive Hinweise darauf, dass sich die Situation in der Einlagerungskammer 4 zugespitzt habe, gebe es nicht. Man habe die Bewegung in der Decke der Kammer lediglich mit einer genaueren Messtechnik untersucht.

Das Helmholtz Zentrum wolle "seit Jahren das Atommülllager so dicht machen, dass man nie mehr an den Atommüll herankommt", sagte Fuder. Deswegen habe es auch vor Weihnachten verlangt, den betroffenen Teil mit Beton zu füllen.

Die Bleiummantelung der zehn Sonderverpackungen in der Kammer weise auf einen besonders stark strahlen Inhalt hin. "Man muss Proben nehmen und klären, was in den Behältern ist", verlangte er. Listen über das radioaktive Inventar habe man vor 1971, als die Kammer gefüllt worden sei, noch nicht geführt.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
utospatz (22.01.2009, 19:38 Uhr)
Ich hatte eigentlich gedacht,
dass der Atom-Ökostromgenerator der CDU namens A'falla die Reste alle weggelutscht hat!
XFire (21.01.2009, 00:41 Uhr)
Na was ist denn hier los...
@Seagull
Die Sonne ist kein Planet, sondern ein Stern. Und in der Sonne finden Vorgänge statt die hier auf der Erde eigentlich nie stattfinden würden (Ausnahme sind künstlich erzeugte Kernfusionen). Wenn der Atomare Müll austritt führt das in keinster Weise dazu das Reaktionen wie in der Sonne auftreten. Allerdings würden wir durch die akute Strahlenbelastung unsere Umwelt und uns langfristig schädigen, vorallem das Erbmaterial, also unsere DNS, was wiederum zu Krebs und schwere Schäden bei folgende Generationen auslösen kann.
.
@Ufo
Reimt sich diesmal gar nicht wirklich wie sonst.
LaoLu (21.01.2009, 00:39 Uhr)
@Seagull
HÄ???
Bienban (20.01.2009, 21:23 Uhr)
Willkommen im Atom-Physiker Land
Die Unbedenklichkeit-Bescheinigung einer einstigen Umweltministerin Angela Merkel trägt Früchte. Es interessiert bloß keinen so wirklich, was hat schon eine Kanzlerin mit ihrer "Hinterlassenschaft" zu tun, da gibt's doch bestimmt eine nette Umschreibung von der Hofschranze Pofalla. Das Volk ist ja sooo geduldig, was macht da schon so ein klein wenig Radioaktivität man ist ja selbst nicht so wirklich und direkt betroffen. Weiter so und unsere kluge Kanzlerin recht schön loben! Alles zum Wohle des Deutschen Volkes.
utospatz (20.01.2009, 16:22 Uhr)
Die einfachsten Lösungen sind
immer die Besten!
Mach aus dem christlichen Atomstrom ein Restmüll-Lutschbonbon, schieb es einem Atom-Öko-Strom-General der CDU in die Kiemen, und schaue zu wie 4 Generationen seiner Nachfahren daran ersticken!
Seagull (20.01.2009, 15:46 Uhr)
Laienhafter Vergleich.
Wenn ich diese, unsere Erde, mal mit dem Planeten Sonne vergleiche,erkenne ich dass im Inneren beider Planeten das Gleiche vor sich geht.
Atomare Reaktionen.
Wenn nun also der Atom Müll in die Erde verlagert wird,irgendein Fass undicht wird, tritt das Gleiche ein wie bei der Sonne.
Atomare Reaktionen.Kettenreaktionen.
Und hier noch schlimmer: Selbst gemacht.
Was sagte Albert Einstein einmal?
Zitat:
Wenn ich die Folgen geahnt hätte wäre ich Uhrmacher geworden.
Zitat Ende.
sedanon (20.01.2009, 15:25 Uhr)
Wenn man bedenkt,
dass dieses Ding einmal geflutet werden sollte....
Man stelle sich diese Katastrophe vor und die enorme kriminelle Energie, die hinter solch einer Vertuschung durch die Flutung steckt.
Der absolute Wahnsinn !
sedanon (20.01.2009, 15:23 Uhr)
Es ist immer wieder kurios in Deutschland !
Einmal falsch geparkt oder ein läppisches Bußgeld nicht bezahlt und man bekommt die ganze Staatsmacht in Form eines Rollkommandos zu spüren.
Ruiniert man Millionen von Leben, zerstört die Natur und/oder hat die richtigen Parteifreunde, so gilt man als strafrechtlich Unberührbarer oder erhält einen Verdienstorden.
Bananenrepublik !
gormiti (20.01.2009, 14:28 Uhr)
Hat jemand mit was anderes gerechnet?
Schneller Profit, das Zeug in der Erde verscharrt. Evtl noch Zeug aus anderen Länder naufgekauft für ordentlich Geld. Hm Das Ding sollte noch mindestens 49 970 Jahre halten, oder etwa nicht. Ich weiß Atomhysterie. Stellen Sie diese Fässer doch einfach ins Bundeskanzleramt, das ist auch aus Beton und das bissel undicht, davon stirbt doch keiner.
UweBerlin (20.01.2009, 13:58 Uhr)
Rechnung mit vielen Unbekannten
wie man sieht.
Endlager gibt es gar nicht, aber dafür viele Märchen über die Sicherheit der Atomkraft.
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