Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Abstand von einer Versteigerung zusätzlicher Atomstrom-Mengen genommen. Bei einem Treffen mit Ministern der Union habe sie entsprechenden Plänen am Mittwoch eine klare Absage erteilt, berichtet das Blatt mit Verweis auf Koalitionskreise.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Abstand von einer Versteigerung zusätzlicher Atomstrom-Mengen genommen. Bei einem Treffen mit Ministern der Union habe sie entsprechenden Plänen am Mittwoch eine klare Absage erteilt, berichtet das Blatt mit Verweis auf Koalitionskreise.
Politiker der Koalitionsparteien hatten das vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung entwickelte Modell befürwortet. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte von einem interessanten Vorschlag gesprochen, der eine ernsthafte Prüfung verdiene. Demnach könnten mit einer Versteigerung Teile jener Zusatzgewinne abgeschöpft werden, die den Kernkraftbetreibern aus längeren Laufzeiten entstehen. Röttgen hatte am Mittwoch jedoch erklärt, es fehle die Zeit, dies in Gesetze zu gießen.
Merkel kritisierte, ein solches Verfahren dauere zu lang und löse das Problem der Restlaufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke nicht. Stattdessen erwägen Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neben der bisher geplanten Brennelementesteuer eine weitere Abgabe einzuführen, berichtet die "SZ".