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Festnahmen bei Neonazi-Aufmarsch

Rund 100 Neonazis wollten mit einem Aufmarsch an den Jahrestag des Bombenangriffs auf Augsburg 1944 erinnern. Zu einer Gegendemonstration kamen mehr als 1500 Menschen in die Universitätsstadt. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun.

Rund 1500 Demonstranten sind in Augsburg einem Aufruf des Bündnisses "Vielfalt statt Einfalt" gegen Neonazis gefolgt. An einem Aufmarsch der "Nationalen Opposition", die der NPD nahe stehe, beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen. Mehrere hundert Polizisten waren im Einsatz, um ein Aufeinanderprallen der beiden Demonstrationszüge zu verhindern. 14 Demonstranten wurden unter anderem wegen Waffenbesitzes und Körperverletzung vorläufig festgenommen. Die Lage sei ansonsten ruhig geblieben, teilte die Polizei mit.

Die Rechtsextremisten wollten mit dem Aufmarsch an den Jahrestag des Bombenangriffs auf Augsburg 1944 erinnern. Die Stadt Augsburg hatte gegen die Veranstaltung geklagt, die Beschwerde war jedoch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof abgewiesen worden. Das Bündnis "Vielfalt gegen Einfalt", ein Zusammenschluss verschiedener demokratischer Organisationen und Vereine, rief daraufhin zur Gegendemonstration auf.

Gleis blockiert

In Nürnberg protestierten bereits am Freitagabend rund 25 Demonstranten ebenfalls gegen einen Aufmarsch von Neonazis. Diese wollten nach Polizeiangaben vom Samstag an der Demonstration einer rechtsextremistischen Organisation im oberfränkischen Gräfenberg teilnehmen. Die Gegendemonstranten hinderten sie jedoch daran, in den Zug zu steigen. Daraufhin stellten sich die Nazis vor den Zug und blockierten das Gleis. Rund 30 Polizisten gelang es, die beiden Parteien zu trennen. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen.

DPA/DPA

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