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Bundesländer melden mehr Kita-Plätze als erwartet

Ab August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuuungsplatz für ihr Kind. Mit 800.000 gemeldeten Plätzen liegt die Zahl der Angebote dabei deutlich höher als der bislang kalkulierte Bedarf.

  Bundesfamilienministerin Kristina Schröder präsentiert den aktuellen Stand zum Ausbau der Kita-Plätze.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder präsentiert den aktuellen Stand zum Ausbau der Kita-Plätze.

Drei Wochen vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz gibt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) am Donnerstag Auskunft über den Stand beim Kita-Ausbau. Kürzlich hatte der Deutsche Städtetag von 100.000 noch fehlenden Kita-Plätzen gesprochen, Schröders Ministerium wollte dies aber nicht bestätigen. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wird ab 1. August gelten.

Die Länder haben dem Bundesfamilienministerium nach einem Bericht von NDR Info rund 800.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige für das kommende Kita-Jahr gemeldet. Das wären bundesweit 20.000 mehr als der veranschlagte Bedarf, heißt es in dem Beitrag.

In Ballungszentren weiterhin Engpässe

Nicht nur in den neuen Bundesländern, in denen es bereits eine gute Versorgung gab, sei die Bilanz positiv. Im Westen gebe es ebenfalls eine spürbare Verbesserung, auch dort lägen die Zahlen jetzt nah am berechneten Bedarf, zitiert der Sender Regierungskreise. Ein Teil dieser Plätze werde derzeit noch mit Bundesgeldern fertig gestellt. Viele warteten aber nur noch auf die Betriebserlaubnis.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass gerade in Großstädten und Ballungszentren das Angebot möglicherweise nicht ausreichen wird. Der Städtetag rechnet aber trotz der bestehenden Lücke nicht mit der vielfach befürchteten Klagewelle.

Die neuen Zahlen bedeuten laut NDR Info aber nicht, dass zum Stichtag 1. August alle interessierten Eltern tatsächlich auch einen Betreuungsplatz in ihrer Nähe bekommen werden. Vor allem in westdeutschen Ballungszentren werde es Engpässe geben.

jat/AFP/DPA/DPA

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